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Von 1948 bis 1997: Fundstücke aus einem halben Jahrhundert Menschheitsgeschichte - das stern-Fotoarchiv

Rund 15 Millionen analoge Fotografien schlummern im stern-Fotoarchiv, geführt von 1948 bis 1997. Nun geht die Sammlung an die Bayerische Staatsbibliothek, um diesen Schatz der Öffentlichkeit und Forschung zugänglich zu machen. Eine Auswahl.

Ayatolla Khomeini im Flugzeug auf dem Weg von Paris nach Teheran 1979

Ayatolla Khomeini im Flugzeug auf dem Weg von Paris nach Teheran 1979

stern

Der stern hat gerade 70-jähriges Jubiläum gefeiert. Über die Jahrzehnte zeichnete sich das Magazin immer besonders über die starken Bilder aus, die Fotoreportagen. Von 1948 bis 1997 haben sich so rund 15 Millionen Aufnahmen im analogen Fotoarchiv angesammelt, in Form von Abzügen, Negativen und Dias. Fast 50 Jahre Menschheitsgeschichte. Nun übergibt der Verlag Gruner + Jahr diesen Schatz der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB). So soll die langfristige Existenz der Bilder gesichert werden und sie sollen der Öffentlichkeit und Forschung zugänglich gemacht werden.

"Für eine Universalbibliothek wie die BSB", sagt Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, "gehören das Sammeln und Bewahren über lange, sehr lange Zeiträume hinweg – letztlich für die Ewigkeit – zum Kerngeschäft ihres Kulturauftrags. Wir sind stolz darauf, diesen faszinierenden Bilderschatz für zukünftige Generationen zu erhalten und ihn sukzessive der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gerade auch in digitaler Form."

Frank Thomsen, stern-Publisher und Gruner + Jahr-Unternehmenssprecher: "Mit der BSB als Partner wissen wir unser Fotoarchiv in den besten Händen, um diese gewaltige Sammlung langfristig zu bewahren und nutzbar zu machen. Wir freuen uns, dass sie nun ein neues Zuhause in einer Institution gefunden hat, die seit mehr als 450 Jahren für die Sammlung und Kuratierung kulturellen Erbes steht." 

stern-Fotoarchiv: Klicken Sie sich durch die Auswahl

Ob beim Duschen mit Franz Beckenbauer und Pelé, im Flieger mit Ayatolla Khomeini oder im Pool mit Willy Brandt – der stern war immer live dabei und hat sich somit ein beachtliches zeitgeschichtliches Archiv aufgebaut. Wir haben einen kleinen Auszug für Sie vorbereitet. Klicken Sie sich durch die Fotostrecke.

fin
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?