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Neues Gesetz in Frankreich: Auch Tiere haben Gefühle

Bislang hatten Hunde, Katzen und Hamster in Frankreich keine Gefühle - zumindest laut Bürgerlichem Gesetzbuch. Das Gesetz aus der Napoleon-Zeit wurde jetzt geändert. Was Landwirten Sorge bereitet.

Auch die Nationalversammlung erkennt es an: Tiere haben Gefühle

Auch die Nationalversammlung erkennt es an: Tiere haben Gefühle

In Frankreich hat die Nationalversammlung endgültig klargestellt: Auch Tiere haben Gefühle. Im Zuge einer Gesetzesreform wurde im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert, dass Tiere "mit Empfindsamkeit ausgestattete lebende Wesen sind". Bisher wurden Tiere in dem Gesetzbuch, dem 1804 unter Napoleon erarbeiteten Code Civil, als "bewegliche Sache" betrachtet.

Die Maßnahme hat aber in erster Linie symbolischen Charakter, denn im französischen Strafrecht wie in den Landwirtschaftsgesetzen werden Tiere bereits als "lebende und empfindsame Wesen" angesehen. Das Bürgerliche Gesetzbuch wurde dem lediglich angepasst.

Bauern befürchten Einschränkungen

Trotzdem gab es in der Nationalversammlung teils erbitterte Debatten über die Änderung. Konservative Abgeordnete stellten sich auf die Seite von Viehzüchtern, die befürchten, die neue Formulierung könnte ihre Arbeit in Frage stellen. Tierschützer kritisieren dagegen, dass es keinerlei konkrete Auswirkungen auf das Leben von Tieren geben werde.

yps/AFP / AFP
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