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Tierschutzbericht Forschung in Deutschland auf Kosten der Tiere


Seit 2010 sind für Legehennen geräumigere Käfige vorgeschrieben. Der Anteil der Käfighaltung ist seitdem stark zurückgegangen. Anders sieht es bei den Tierversuchen in Deutschland aus.

Die Zahl der Tierversuche in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das geht aus dem neuesten Tierschutzbericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor, den das Kabinett am Mittwoch gebilligt hat. Während deutsche Labors im Jahr 2005 noch rund 2,41 Millionen Tiere für Forschungszwecke verwendeten, waren es im Jahr 2009 bereits 2,79 Millionen Tiere. Diesen Zuwachs erklärt der Bericht unter anderem mit dem Ausbau des Forschungsstandorts Deutschland.

"Ganz ohne Tierversuche geht es nicht", sagte Agrarstaatssekretär Peter Bleser (CDU) der "Rhein-Zeitung" (Mittwoch). Ohne die Erforschung und Anwendung von Alternativ- und Ersatzmethoden wäre die Zahl der Versuchstiere vermutlich deutlich stärker gestiegen, heißt es im Bericht.

Trotzdem hat Deutschland nach Blesers Einschätzung beim Tierschutz "europaweit Maßstäbe gesetzt". Verwiesen wird dabei unter anderem auf das Einfuhrverbot für Robbenprodukte und das Aus der konventionellen Legebatterien. Weil für die Legehennen seit 2010 geräumigere Käfige vorgeschrieben sind, sank der Anteil der Käfighaltung binnen zwei Jahren von 62 auf 18 Prozent.

hw/DPA DPA

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