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Hühnerhaltung in der EU: Die Legebatterie wird verboten

Ab 2012 sind in der Europäischen Union die herkömmlichen Legebatterien verboten. Polen scheiterte beim Agrarministertreffen in Brüssel mit einem Vorstoß, die Frist für die Hühnerhaltung in kleinen Käfigen bis 2017 zu verlängern.

Dass die herkömmlichen Legebatterien ab 2012 EU-weit verboten werden, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) begrüßt. Die Ministerin verwies darauf, dass die traditionelle Käfighaltung in Deutschland bereits seit Januar untersagt ist. In Legebatterien haben Hennen weniger als den Platz eines DIN-A4-Blattes. Die neuen Regeln schreiben sogenannte ausgestaltete Käfige mit etwas mehr Fläche, Sitzstangen, Legenestern und Einstreu vor. Österreich hatte die etwas großzügigeren Käfige bereits vor gut einem Jahr eingeführt.

Polen begründete seinen Antrag zur Frist-Verlängerung in einem internen Papier mit den "hohen Investitionen, die nötig sind, um den Standard in den ausgestalteten Käfigen zu erreichen". Dazu hätten die polnischen Bauern wegen der Finanzkrise nicht die nötigen Mittel.

Neben Deutschland waren auch Österreich, Belgien, die Niederlande, Dänemark und Finnland gegen den polnischen Vorschlag. Sie sahen darin eine Wettbewerbsverzerrung. Polen war 2008 hinter den Niederlanden der zweitwichtigste ausländische Eieranbieter in Deutschland.

Den Ausschlag gab die EU-Kommission, die einen neuen Gesetzesvorschlag zur Fristverlängerung bis 2017 hätte vorlegen müssen. Der für Gesundheit zuständige Kommissar John Dalli sagte, dies hätte einen "großen Schritt rückwärts für das Wohlbefinden der Legehennen" bedeutet.

Ob ein Ei aus Käfig- oder Freilandhaltung stammt, erkennen Verbraucher an der ersten Ziffer, die aufgestempelt ist. Eine "1" weist auf Freilandhaltung hin, eine "2" auf Bodenhaltung, eine "3" auf Käfighaltung. Eine "0" steht für ökologische Produktion. Dahinter folgt die Abkürzung des Herkunftslandes. "DE" steht für Deutschland.

AFP / AFP
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