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Unicef-Bericht 15 Millionen Mädchen weltweit wurden Opfer sexueller Gewalt

Unicef-Bericht zu sexueller Gewalt: Zwei Kinder sitzen auf einem Treppenabsatz vor einer Haustür
Die Gewalt an Kindern weltweit ist nur schwer zu messen, Unicef spricht von einem besorgniserregenden Zustand
© Laurent Hamels/Picture Alliance/PhotoAlto
Die Täter kommen häufig aus dem Bekanntenkreis, die noch jungen Opfer bleiben stumm. Eine neue Untersuchung des Kinderhilfswerks Unicef legt die Zahlen der sexuellen Gewalt aus mehr als 50 Ländern vor. 

Am Mittwoch veröffentlichte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) einen umfassenden Bericht mit dem Namen "A Familiar Face. Violence in the lives of children and adolescents". Daraus geht auch die Zahl der Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren hervor, die nach Angaben der Organisation zum Sex oder zu anderen sexuellen Handlungen gezwungen wurden: Etwa 15 Millionen weltweit. 

Nur ein Prozent der jugendlichen Mädchen, die sexuelle Gewalt erfahren hätten, wandten sich eigener Aussage zufolge an professionelle Hilfe, teilte Unicef am Dienstag mit. Häufig würden sich Opfer und Täter persönlich kennen.

Unicef: "Gewalt gegen Kinder kennt keine Grenzen"

Grundlage der Erkenntnisse waren Untersuchungen zwischen den Jahren 2005 und 2016. Die Schätzungen beziehen sich auf Daten aus 50 Ländern, in denen 46 Prozent der Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren weltweit leben.

Die Gewalt gegen Kinder sei "wirklich besorgniserregend", sagte Cornelius Williams von der Unicef-Abteilung für Kinderschutz. "Babys werden ins Gesicht geschlagen, Mädchen und Jungen zu sexuellen Handlungen gezwungen, Jugendliche in ihren Gemeinden getötet - Gewalt gegen Kinder verschont niemanden und kennt keine Grenzen."

sve DPA

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