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Starkregen Unwetter im Iran: Zahl der Todesopfer auf 69 gestiegen

Rettungskräfte neben einem gefluteten Heim
Im Iran haben tausende Menschen in den Fluten ihr Heim verloren
© Morteza Nikoubazl/NurPhoto/Shutterstock
Seit Tagen sorgt Starkregen im Iran für Überschwemmungen. Tausende Menschen haben ihre Häuser verloren, dutzende Menschen werden vermisst. 

Der Starkregen, der seit Tagen auf den Iran niederprasselt, hat in vielen Ortschaften zu Überflutungen geführt. Rund 37.000 Menschen haben bisher ihre Unterkunft verloren und sind in Folge der Unwetter obdachlos. Die Zahl der Toten ist auf mindestens 69 gestiegen. 40 Personen wurden schwer verletzt und mehr als 20.000 Häuser schwer beschädigt. Das gab das iranische Innenministerium am Sonntag laut Nachrichtenagentur Isna bekannt.

Landesweit suchten Rettungskräfte weiterhin verzweifelt nach Vermissten. 24 der 31 Provinzen des Landes, einschließlich die Hauptstadt Teheran, waren in den vergangenen 72 Stunden von den Unwettern betroffen.

Weitere Unwetter im Iran erwartet

Wie die "Tagesschau" berichtet, wurden zahlreiche Straßen wegen Erdrutschen gesperrt. In der Wüstenstadt Yazd rund 600 Kilometer südöstlich von Teheran drang das Wasser in die historische Altstadt ein, die UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Da auch in den nächsten Tagen mit Unwettern und Überschwemmungen zu rechnen ist, befürchten die Behörden weitere Tote. Am Sonntag war es für die Regierung noch zu früh, um das Ausmaß der Schäden zu bestimmen, die nach Einschätzung von Experten in Milliardenhöhe liegen dürften. Präsident Ebrahim Raisi versprach den Betroffenen Finanzhilfen, aber wegen der aktuellen Wirtschaftskrise ist unklar, wann die Hilfsgelder ausbezahlt werden können.

In weiten Teilen des Iran herrscht ein trockenes Klima. Im vergangenen Jahrzehnt gab es wiederholt Dürreperioden, aber auch regelmäßig sintflutartige Regenfälle, die Überschwemmungen zur Folge hatten.

Quellen: "Tagesschau"

lhi DPA

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