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US-Drohnenangriff in Pakistan: Mindestens zehn Tote im pakistanischen Grenzgebiet

Beim Angriff einer unbemannten US-Drohne sind im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan zehn Menschen getötet worden.

Bei neuen US-Drohnenangriffen im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan sind am Dienstag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Wie aus Geheimdienstkreisen in der Region verlautete, starben sieben Menschen, als ein unbemanntes Flugzeug mehrere Raketen auf zwei Gehöfte im Stammesgebiet Nord-Waziristan feuerte. Unter den Trümmern würden weitere Opfer vermutet, hieß es.

Wenig später wurden bei einem weiteren Raketenangriff den Angaben zufolge drei Insassen eines Fahrzeugs getötet. Zunächst war unklar, ob es sich bei den Toten um Zivilisten oder Islamisten handelt.

In den pakistanischen Stammesgebieten greifen von US-Spezialisten ferngesteuerte Flugzeuge seit langem mutmaßliche radikal-islamische Extremisten aus dem Umkreis des Terrornetzwerks Al-Kaida an. Erst am Montag waren in Nord-Waziristan 18 Menschen durch Raketenbeschuss getötet worden. Nach pakistanischen Angaben starben seit Januar mehr als 600 Menschen bei Drohnenangriffen, darunter viele Zivilisten.

Nord-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan ist Hochburg der pakistanischen Taliban und ihrer El-Kaida-Verbündeten, gleichzeitig dient es den afghanischen Taliban als Rückzugsgebiet. In den vergangenen Monaten konzentrierten sich die US-Drohnenangriffe deshalb auf das Gebiet.

AFP/DPA / DPA