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Sparmaßnahmen US-Militär schließt 15 Standorte in Europa


Die US-Armee muss sparen. Der Verteidigungsetat wird gekürzt und ganze Stützpunkte in Europa müssen dran glauben. Auch Deutschland ist von den Maßnahmen betroffen.

Das US-Militär schließt wegen Kürzungen im Verteidigungshaushalt 15 Standorte in Europa, darunter auch mehrere in Deutschland. Von den am Donnerstag bekanntgegebenen Maßnahmen ist insbesondere Großbritannien betroffen, wo die Zahl der Soldaten langfristig um 2000 sinken und der Stützpunkt Mildenhall an die britische Regierung übertragen werden soll. Ein US-Luftwaffengeschwader werde aus Deutschland nach Italien verlegt, wo die Zahl der amerikanischen Soldaten um 300 steigen werde. Verteidigungsminister Chuck Hagel räumte ein, dass die Kürzungen zu Arbeitsplatzverlusten in den bisherigen Gastgeberländern führen würden. Sie seien jedoch notwendig, um in Europa die größtmögliche Schlagkraft zu erhalten.

Das US-Militär soll innerhalb von zehn Jahren fast eine Billion Dollar einsparen. Die am Donnerstag angekündigten Maßnahmen dürften pro Jahr eine halbe Milliarde Dollar dazu beitragen. Zwar hat das Verteidigungsministerium den Kongress wiederholt darum gebeten, Standorte in den USA selbst zu schließen, wo die Überkapazitäten auf etwa 20 Prozent geschätzt werden. Die Abgeordneten haben dies jedoch abgelehnt und fordern zum Teil zuerst in Europa zu kürzen. Die USA haben gegenwärtig etwa 64.000 Soldaten in Europa stationiert.

Reuters Reuters

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