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Verlegter Reisepass: Flugzeug kehrt für krebskrankes Kind um

Ein El Al Flugzeug hat auf der Rollbahn kehrt gemacht, damit ein krebskrankes Kind nach New York fliegen konnte. Der Pass wurde verlegt, daher konnte das Mädchen zunächst nicht mitkommen.

Die 11-Jährige Inbar Chomsky gehörte zu einer großen Gruppe schwerkranker Kinder. Alle waren auf dem Weg von Israel in die USA für einen gemeinsamen Erholungsurlaub. Inbar befand sich bereits an Bord des Flugzeugs, aber bei der letzten Kontrolle konnte niemand ihren Pass finden.

Begleitet wurde die Gruppe von Rabbi Yaakov Pinsky. Er bemerkte beim Einsammeln der Pässe, dass ein Ausweis fehlte. "Wir haben überall wirklich gesucht, sind unter jeden Sitz gekrochen und haben jede Tasche ausgeleert. Zusätzlich haben uns die Besatzung und das Bodenpersonal geholfen. Aber nachdem sie eine halbe Stunde lang, das Flugzeug auseinandergenommen hatten, mussten sie aufgegeben." Inbar musste von Bord. Ihre Mutter wurde bereits informiert, dass ihre Tochter nicht mitkommen könne und sie wieder abgeholt werden müsse. Elad Maimon, der das Programm überwachte, sagte israelischen Medien: "Das war ein Schock für uns. Ein kleines Kind aus dem Flugzeug zu schicken, ist unerhört. Und Inbar war ja so krank und hatte in ihrem Leben schon so viel durchgemacht."

Glückliches Wendemanöver

Erst als die Maschine ihre Position an der Startbahn erreicht hatte, tauchte der Pass wundersamerweise doch noch auf. Er steckte in dem Rucksack eines anderen Kindes. Niemand weiß, wie er dorthin gelangte. Spontan entschloss sich die Besatzung, den Start abzubrechen. Der Tower willigte ein, und so konnte die Maschine die 11-Jährige doch noch aufnehmen. Insgesamt gehörten 30 Kinder aus Israel zu der Gruppe, die nach Camp Simcha bei Glen Spey, New York, wollten.

Die Fluggesellschaft erklärte später, man sei geehrt, geholfen zu haben, Inbars Traum vom Aufenthalt in den USA zu ermöglichen, und wünsche ihr eine gute Erholung und vollständige Erholung.

Gernot Kramper
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