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Video "Im Westen nichts Neues" holt neun Oscar-Nominierungen

STORY: Neun Oscar-Nominierungen. Das Aufsehen, dass "Im Westen nichts Neues" in der internationalen Filmwelt erregt, ist rekordverdächtig. Noch nie war ein deutscher Film bei den Academy Awards in der Top-Kategorie "Bester Film" nominiert. Der Produzent des Weltkriegs-Dramas, Malte Grunert, zeigte sich am Dienstag überwältigt. "Es ist überraschend und noch nicht ganz angekommen. Aber es macht uns sehr glücklich." Das Werk unter der Regie von Edward Berger ist die erste deutsche Verfilmung des gleichnamigen Romans von Erich Maria Remarque aus dem Jahr 1928. Darin werden die Verwüstungen und der Horror des Ersten Weltkriegs aus der Sicht eines deutschen Soldaten geschildert. Malte Grunert: "Die erste Verfilmung von Remarque ist 1929 in Hollywood entstanden, zu einem Zeitpunkt, als dieser Film in Deutschland schon nicht mehr hätte gemacht werden können. Der Film ist in Deutschland kurz nach der Herausbringung verboten worden. Das Buch wurde verbrannt, Remarque musste das Land verlassen und Hollywood wurde zum Zufluchtsort, nicht nur für Remarque, sondern für viele Künstlerinnen, die aus Europa fliehen mussten." Nicht nur mit Blick auf aktuelle Kriege wirkt der Film wie eine Mahnung. "In "Im Westen nichts Neues" wird die Geschichte erzählt von jungen Schülern, Gymnasiasten, die angetrieben von falscher Propaganda und verlogenem Nationalstolz in den Krieg ziehen und denken, es wäre ein Abenteuer. Und daran zu erinnern, dass Krieg kein Abenteuer ist, sondern dass im Krieg gestorben wird, das erschien uns auch vor der Auseinandersetzung in der Ukraine ein relevantes und zeitgemäßes Thema." "Im Westen nichts Neues" ist unter anderem auch in den Kategorien "Bester Internationaler Film", "Beste Filmmusik" und "Bestes adaptiertes Drehbuch" nominiert. Als besonders scharfe Konkurrenz im Rennen um die renommiertesten Preise der Filmwelt geht die Science-Fiction-Action-Komödie "Everything Everywhere All at Once" an den Start. Das Spektakel um eine chinesische Einwanderin, die Probleme mit dem US-Finanzamt bekommt und dabei in ein Multiversum von Möglichkeiten katapultiert wird, ist insgesamt elf mal nominiert. Es wird also spannend, am 12. März, wenn es in Los Angeles wieder heißt: And the Oscar goes to...
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Die erste deutsche Verfilmung des Weltkriegsromans von Erich Maria Remarque geht unter anderem in der Top-Kategorie "Bester Film" ins Rennen. Produzent Malte Grunert zeigte sich "sehr glücklich".

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