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Video 80 Jahre Joe Biden

STORY: "Age is just a number" heißt es in den USA oft so schön. Im Fall von Joe Biden ist das Alter allerdings viel mehr als nur eine Zahl, sondern ein Politikum. Der US-Präsident wird an diesem Sonntag 80 Jahre alt und damit der erste Chef im Weißen Haus in dieser Altersklasse. Seine politischen Gegner attackieren den Demokraten deswegen schon seit längerem. Dass er gelegentlich stolpert oder bei Liveauftritten von seinem Text abweicht, werten sie als Beleg dafür, dass Biden nicht mehr fit genug ist für sein Amt. Bei diesen Bürgern in New York und Washington gibt es gemischte Ansichten, ob nicht lieber der Nachwuchs ran sollte. "Ich bin ein Demokrat und ich habe einige Bedenken aufgrund dessen, was ich im Fernsehen gesehen und in der Zeitung gelesen habe. Er wird in seinen Achtzigern sein. Ich bin mir also nicht sicher, um ehrlich zu sein." "Im Moment denke ich, dass es ihm gut geht und er seine Arbeit gut machen kann. Bis jetzt bin ich zufrieden mit ihm. Er scheint mir überhaupt nicht verwirrt zu sein, sondern in Ordnung, aufmerksam und scharfsinnig." "Ich denke, die Satire über ihn und der Spott über ihn sind Altersdiskriminierung. Schauen wir uns also die Person an. Sehen wir uns die Leistung an. Lassen Sie uns nicht verallgemeinern. Und hoffen, dass er und Dr. Biden, seine Frau, wissen, dass es Zeit ist. Hoffen wir, dass sie tun, was alle anständigen Menschen tun, nämlich sagen: 'Es ist Zeit. Auf Wiedersehen.'" "Ich denke, wir brauchen ein paar Leute mittleren Alters. Nicht wirklich jung, aber auch nicht in den Achtzigern." Bidens Alter ist vor allem mit Blick auf eine mögliche zweite Amtszeit von Interesse. Sollte der Demokrat wiedergewählt werden und weitere vier Jahre im Weißen Haus verbringen, wäre er am Ende 86 Jahre alt. Sein bisheriger Hauptkontrahent bei den Republikanern, Donald Trump, ist allerdings nur vier Jahre jünger. Biden selbst nennt Fragen zu seinem Alter "völlig legitim", eine weitere Amtszeit will er dennoch anstreben. Seine Chancen dafür sind seit unterdessen gestiegen. Bei den Zwischenwahlen zum Kongress und den Gouverneurswahlen Anfang November hatten seine Demokraten besser abschnitten als erwartet.
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Mit seinem runden Geburtstag am Sonntag ist der Demokrat nun der älteste amtierende US-Präsident, den es je gab. Seine republikanischen Gegner stellen immer wieder infrage, ob er fit genug für das Weiße Haus ist. US-Bürger sind geteilter Meinung.

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