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Video Ausländer kehren nach Massenamnestie in Myanmar heim

STORY: Endlich wieder zu Hause in Japan. Der Filmemacher Toro Kubota saß dreieinhalb Monate in einem Gefängnis in Myanmar. Die Behörden des Militärregimes hatten ihn zu zehn Jahren Haft verurteilt, wegen Verstößen gegen das Einwanderungs- und Kommunikationsgesetz sowie wegen Aufwiegelung. Am Donnerstag wurde Kubota freigelassen, im Rahmen einer Massenamnestie. "Ich habe nur dank der Bemühungen all meiner Unterstützer in Japan, der Medien, die über meine Verhaftung berichtet haben, und der Regierung, die sich kontinuierlich für meine Freilassung eingesetzt hat, so schnell freikommen können", sagte Kubota bei seiner Ankunft in Tokio. Neben dem japanischen Filmemacher kamen in Myanmar am Donnerstag fast 6000 Inhaftierte frei. Die Begnadigungen seien aufgrund eines Nationalfeiertags gewährt worden, zitierte der unabhängige Nachrichtendienst Myanmar Now die Militärführung. Auch Sean Turnell, ein australischer Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Berater der abgesetzten De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi, sowie Vicky Bowman, eine ehemalige britischer Gesandte konnten das Gefängnis verlassen. Ob unter den freigelassenen Häftlingen weitere politische Gefangene waren, blieb unklar. Offiziell gibt es in Myanmar keine politischen Häftlinge, Menschenrechtlern zufolge sind es Dutzende.
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Die Militärjunta hatte am Donnerstag fast 6.000 Inhaftierte begnadigt. Aufgrund eines Nationalfeiertages hieß es. Unter den Freigelassenen waren auch ein japanischer Filmemacher und ein Wirtschaftswissenschaftler aus Australien.

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