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Video Baerbock fordert Aufbruch für soziale Gerechtigkeit

Eine Woche vor der Bundestagswahl hat Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock einen Aufbruch für soziale Gerechtigkeit gefordert. In einer kämpferischen, gut halbstündigen Rede rief Baerbock ihre Partei auf, "mit allem, was wir haben, mit jeder Faser um grüne Stimmen" zu kämpfen. "Jetzt den Mindestlohn zu erhöhen, das muss kein Slogan im Wahlkampf sein, das hätte man früher machen können. Und deswegen bedeutet ein Aufbruch für soziale Gerechtigkeit vor allen Dingen als allererstes, den Mindestlohn auf Zwölf Euro anzuheben." Mit einer deutlicheren Betonung der sozialen Gerechtigkeit wollen sich die Grünen offenkundig gegen ihren Abwärtstrend in den Umfragen stemmen. Sie liegen dort nur noch auf Platz drei hinter SPD und CDU/CSU. Besänftigende Stimmen aus den eigenen Reihen, hier und da aber auch pragmatische Ansätze. "Erinnern wir uns mal an die Umfragen in Sachsen-Anhalt, das kam ganz anders. Ich mein, wir müssen uns einfach davon mal lösen, man muss sein Programm und seine Kandidatin nach vorne stellen und sich nicht immer von Umfragen verunsichern lassen." "Da schwindet jetzt gar nichts, sondern jetzt kämpfen wir zum 26. September um 18 Uhr und danach in aller Demut empfangen wir das Ergebnis und machen das Beste draus für's Land. Das Land muss gut regiert werden. Dass wir nicht weglaufen, das haben wir ja gezeigt. Für's Weglaufen sind andere spezialisiert." "Natürlich ist es ein bisschen unwahrscheinlicher geworden, dass Annalena Baerbock die Regierung von der Spitze aus anführen wird ist den Umfrageergebnissen, die wir jetzt gerade haben, aber wir kämpfen bis zur letzten Minute, weil, wie gesagt, je stärker wir sind desto besser können wir die Punkte angehen, für die wir jetzt dreieinhalb Jahre einen Wahlprogrammprozess gemacht haben." Nach Umfragen wie dem ZDF-Politbarometer spielt das Thema soziale Gerechtigkeit bei der eigenen Wahlentscheidung noch vor Klimaschutz die größte Rolle.
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Erste Maßnahme der neuen Bundesregierung müsse die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro sein, sagte Baerbock am Sonntag auf einem Kleinen Parteitag in Berlin.

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