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Video Bahn-Streik sorgt weiter für Behinderungen

Auch am zweiten Streiktag der Lokführergewerkschaft GDL kam es am Dienstag zu Einschränkungen und Verzögerungen im Bahnverkehr. Die Deutsche Bahn meldete am Morgen, dass im Fernverkehr jeder dritte Zug fahren solle. Im Regional- und S-Bahnverkehr sollten rund 40 Prozent der Züge verkehren. Die GDL machte weiter auf ihre Forderungen aufmerksam, wie hier in München, und forderte ein konkretes Angebot. GDL- Vizevorsitzender Norbert Quitter: "Es gab kein vernünftiges Angebot der Deutschen Bahn. Das war eine Blendwirkung für die Kunden und eine Blendwirkung für die Mitarbeiter, und deswegen findet unser Arbeitskampf statt. Und der Bahnvorstand soll aufhören, die Öffentlichkeit und die Beschäftigten hier mit Nebelkerzen, mit Schein-Angeboten irgendwie in die Irre zu führen. Er soll tatsächliche Wertschätzung für die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner leisten und soll ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen." Bei der Bahn sieht man die Lage anders und hofft man auf eine baldige Fortführung der Gespräche. Sprecher Achim Stauß: "Die Bahn hat sich ja schon mehrfach bewegt. Wir waren in Verhandlungen eigentlich schon relativ weit mit dem Angebot von 3,2 Prozent. Es gab noch unterschiedliche Auffassungen über die Laufzeit, auch über die Corona-Prämie. Auch da haben wir einen Schritt auf die GDL zu gemacht mit dem Signal, auch eine Corona-Prämie zu verhandeln, auch so, dass sie noch für die Beschäftigten wirksam wird noch in diesem Jahr. Das ist schon ein sehr starkes Signal. Und wir können nur hoffen, dass sich die GDL bewegt und an den Verhandlungstisch zurückkehrt." Am frühen Mittwochmorgen geht der Bahnstreik zu Ende. Wie es weitergeht ist unklar. Die GDL behält sich weitere Arbeitskampfmaßnahmen vor - und die könnten auch länger andauern.
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Die Lokführergewerkschaft GDL forderte ein "vernünftiges" Angebot von der Bahn.

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