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Video BlackFriday - Shoppen wie wahnsinnig?

In New York standen die Menschen schon in den frühen Morgenstunden Schlange, um als erste beim Ansturm auf die BlackFriday Angebote dabei zu sein. Ganz gegenläufig war hingegen die Motivation der Klimaaktivisten, die in Großbritannien auf die Straße gingen. Anhänger der Initiative Extinction Rebellion blockierten die Zugangsstraßen zu insgesamt 13 Amazon-Depots. Black Friday und Amazon als Gigant des Onlinehandels, sei ein Beispiel für übertriebenen Konsum, so ihre Argumentation. "Wir sind heute hier in Tilbury, dem größten Abwicklungszentrum von Amazon in Großbritannien, um auf die ausbeuterischen und umweltzerstörerischen Praktiken dieses Unternehmens aufmerksam zu machen." So Daisy Pearson, Sprecherin der Gruppe. "Die Realität ist, dass wir die Klimakrise nicht bewältigen können, ohne die Kultur der Gier und Ausbeutung anzugehen, die uns überhaupt erst in diese Lage gebracht hat. Die COP26 ist gescheitert, weil sie nicht darauf ausgelegt war, das Wirtschaftssystem anzugehen, das sich auf unbegrenzten Wirtschaftswachstum stützt, den wir auf Kosten unserer natürlichen Ressourcen betreiben." Laut Aussage der Gruppe hat es auch an anderen Standorten in England, sowie in den Niederlande und Deutschland Blockadeaktionen gegeben. Der Trend, den Black Friday als einen Tag zu etablieren, der dem Einzelhandel mit Rabatt-Angeboten Auftrieb gibt, stammt aus den USA, wird inzwischen allerdings in vielen Ländern sowohl im online, als auch im Präsenzhandel umgesetzt. Nachdem der Black Friday Andrang letztes Jahr inmitten der Coronapandemie stark ausgedünnt war, wird in diesem Jahr eine gute Kauflaune in den USA erwartet.
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Für die einen steht der Tag für Sonderangebote und Schnäppchen, für die anderen für Konsumwahn und Zerstörung. Klimaaktivisten nutzten ihn, um Zufahrten zu Amazon zu blockieren.

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