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Video Die Maskenpflicht in Schulen ist zurück

So wie hier an einer Schule in Bonn am Donnerstag gilt bald überall in Deutschland die coronabedingte Maskenpflicht. Das ist unter anderem das Ergebnis der jüngsten Bund-Länder-Gespräche. Denn die Lage sei sehr ernst, so die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel, sowie der designierte Kanzler Olaf Scholz. Doch, was das für den Unterricht bedeutet, das beschreibt Claudia Mohme, Lehrerin an der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Bonn: O-TON CLAUDIA MOHME, LEHRERIN: "Die Schülerinnen und Schüler machen schon sehr viel mit. Einen Monat lang durfte die Maske an dem Tisch weggenommen werden, sie hatten also ein bisschen Freiheit. Die Freiheit haben wir ihnen jetzt leider wieder leider wegnehmen müssen. Das wird in den nächsten Tagen schon eine Herausforderung, auch für uns, den Schülern das wieder mit auf den Weg gegeben zu müssen, dass sie sie jetzt wieder komplett tragen. Jedenfalls bei den einzelnen Schülerinnen, wir haben schon recht viele, die die Maske gar nicht abgenommen haben. Nichtsdestotrotz macht sich vermehrt Sorge unter den Schülern breit." Auch der Kinderarzt Axel Gerschlauer betont, dass es bei den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz um Verhältnismäßigkeit ginge und vor allem auch darum, dass die Schulen mit allen Mitteln ihren Präsenzunterricht fortführen könnten: O-TON KINDERARZT AXEL GERSCHLAUER: "Kinder und Jugendärzte freuen sich total, dass die Politik gesagt hat, die Schulen dürfen nicht wieder geschlossen werden, das ist super. Das ist auch genau das, was wir fordern. Denn wir haben gesehen, dass in diesen Zeiten des Lockdowns, in Zeiten der Schulschließungen die Kinder und Jugendlichen wahnsinnig gelitten haben. Wir haben einen massiven Anstieg von psychologischen Belastungen von psychiatrischen Erkrankungen gesehen, einem Ausmaß wirklich, wir konnten das nicht mal vorstellen. Und dementsprechend muss die Prämisse wirklich sein in Schulen um jeden Preis aufhalten. Und das geht auch, wenn man die guten und vorhandenen Pläne einfach wirklich stringent umsetzt." Die weiteren Beschlüsse lauten unter anderem, dass Diskotheken und Clubs ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 350 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner geschlossen werden müssen, sowie dass bundesweit die 2G-Regel für Geschäfte und Freizeitveranstaltungen gelten soll. Merkel betonte, dass diese Maßnahmen nur Mindeststandards seien. Alle Länder könnten natürlich auch jederzeit, je nach Lage, noch härtere Regeln aufstellen. Klares Ziel der Politik bleibe jedoch weiterhin, schärfere Vorschriften vor allem durch zahlreiche und zügige Corona-Impfungen zu vermeiden.
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Das ist unter anderem das Ergebnis der jüngsten Bund-Länder-Gespräche.

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