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Video Forderung nach Solidarität im Kampf gegen den Klimawandel

STORY: Klimaprotest auf dem Brandenburger Tor in Berlin am Mittwochmorgen. Im trüben Novemberwetter sind Aktivisten der Gruppierung "Letzte Generation" auf das Wahrzeichen der Bundeshauptstadt geklettert, um für Zusammenhalt im Kampf gegen die Klimakatastrophe zu werben. Rund 3.000 Kilometer Luftlinie weiter südöstlich, auf der Weltklimakonferenz im ägyptischen Badeort Scharm-el-Scheich, ringt die internationale Staatengemeinschaft unterdessen um härtere Klimaschutzziele. Gesucht werden Wege, wie die Erderwärmung doch noch auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzt werden könnte. Derzeit sind es laut Einschätzung der Vereinten Nationen eher 2,4 bis 2,8 Grad. Das würde massive Umweltschäden nach sich ziehen. Staats- und Regierungschefs ärmerer Länder und Inselstaaten richteten am Dienstag dringende Appelle an die reicheren Staaten. "Der wertvollste Beitrag, den die Industrieländer leisten können, besteht darin, ihre Emissionen schneller zu reduzieren und gleichzeitig mit Afrika in den Aufbau einer nachhaltigen grünen Energie zu investieren", sagte Ruandas Präsident Paul Kagame. Der Premierminister der Bahamas, Philip Davis, mahnte: "Krieg, wirtschaftlicher Gegenwind, die Folgen der Pandemie und der Wettbewerb zwischen den Weltmächten dürfen nicht als Rechtfertigung dafür herhalten, dass wir uns diesen drohenden Gefahren nicht stellen. Seien wir realistisch. Es wird nur noch schlimmer werden." Die Gastgeber der Weltklimakonferenz stellten am Dienstag einen globalen Plan vor, mit dem den ärmsten Regionen der Welt geholfen werden soll, die Auswirkungen der globalen Erwärmung zu überstehen. Die Anpassungsagenda von Scharm el-Scheich umfasst 30 Ziele, die bis zum Ende des Jahrzehnts erreicht werden sollen, zum Beispiel die Umstellung auf eine nachhaltigere Landwirtschaft, die Wiederaufforstung von Mangrovenwäldern zum Schutz vor Überflutungen oder die Einrichtung von Systemen, die vor Extremwettern warnen sollen.
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Auf der Weltklimakonferenz in Ägypten forderten Vertreter ärmerer Staaten die Industrieländer auf, ihre Emissionen schneller zu reduzieren. Laut UN befindet sich die Welt derzeit auf einem Pfad, der zu einer globalen Erwärmung zwischen 2,4 und 2,8 Grad führen würde.

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