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Video Hungerstreik fürs Klima

Ist es ein extremes Mittel in einer extremen Situation oder Erpressung? Henning Jeschke und Lea Bonasera kämpfen mit ganzem Körpereinsatz gegen den Klimawandel. Dabei greifen sie zum Äußersten, was ihnen bleibt: Sie riskieren ihr Leben durch einen Hungerstreik. Am Freitag, den 24. September sind es nach eigenen Angaben 25 Tage Hungerstreik. Mitorganisatorin der Aktion, Klara Hinrichs zu den Hintergründen: "Wir haben in den letzten Jahren, ich persönlich auch, eigentlich alles versucht. Wir waren mit tausenden Menschen auf der Straße mit Fridays for Future. Wir haben Petitionen gestartet. Ich war mit Extinction Rebellion auf der Straße und habe mich festgekettet an das Verkehrsministerium. Ich habe alles versucht, was ich konnte in meinem friedlichen Rahmen, um die Politik aufmerksam zu machen und wachzurütteln. Und es hat alles nicht gereicht und ein Hungerstreik ist einfach ein nächster Schritt. Es ist ein Schritt weiter, es ist ein sehr starkes Mittel zu zeigen, dass wir uns wirklich in einer dramatischen Lage befinden mit unserem Klima. Und deswegen unterstütze ich diesen Hungerstreik." Die Aktivisten kampieren mit Zelten vor dem Reichstag in Berlin, ganz in der Nähe des Kanzleramts. Die Forderung der Hungerstreikenden lautete, die drei Kanzlerkandidaten mögen mit ihnen über Sofortmaßnahmen zum Bürgerschutz reden. Darüber hinaus solle ein entsprechender Bürgerrat eingesetzt werden. Die Aktion der Hungerstreikenden ist nicht unumstritten. Die einen sprechen von Erpressung, während es für die anderen ein legitimes Mittel in einer extremen Situation ist.
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Die Aktivisten wollen ab Samstag nichts mehr trinken.

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