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Video Kramp-Karrenbauer: Nato muss aus Afghanistan-Einsatz lernen

HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Verteidigungsministerin: "Generell gilt für mich, dass wir aus Afghanistan lernen, dass die rein militärischen Ziele sozusagen alleine nicht ausreichen. Wenn man insbesondere längerfristige politische Ziele damit verfolgt, braucht man möglicherweise noch einen längeren Atem als 20 Jahre. Und man muss vor allen Dingen in den Zwischenschritten die Ziele sehr konkret und sehr realistisch beschreiben. Denn ansonsten kommt es dazu, wie wir es in Afghanistan erlebt haben, dass wir über 20 Jahre zwar militärische Ziele erreicht haben, aber das "Nation Building" am Ende dauerhaft gescheitert ist. Zum einen werden wir ja was den Gesamteinsatz anbelangt, läuft die Aufarbeitung und die wird erst zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Aber wenn man sich insbesondere die Evaluierungskommission anschaut, dann sieht man, dass die am Ende doch von allen Nato-Partnern auf nationaler Ebene mitorganisiert worden ist. Eigentlich weniger unter Nutzung der eigentlichen NATO Strukturen. Das müssen wir auf jeden Fall noch einmal aufarbeiten. Die Nato sollte genau das fortführen, was sie zurzeit tut. Auf der einen Seite sehr klar zu sein, wo wir uns den verhaltenen, den Bedrohungen Russlands gegenüber auch klar aufstellen mit der fortgeschriebenen militärischen Planung. Auf der anderen Seite aber auch alle Formate, die wir haben, das Nato-Russland-Format oder andere Dinge eben auch weiter aufrechtzuerhalten. Das heißt, die Hand der Nato bleibt ausgestreckt für den Dialog. Es ist jetzt an Russland, sie zu ergreifen."
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Die Themen Afghanistan und Russland stehen beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel auf der Tagesordnung.

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