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Video Militär im Sudan verhängt Ausnahmezustand und löst Regierung auf

Proteste und brennende Barrikaden - im Sudan haben Hunderte Menschen gegen einen Militärputsch demonstriert. Dabei soll es nach Angaben von Ärzten zu Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften gekommen sein. Dabei wurden offenbar zahlreiche Menschen verletzt. Das Militär hatte am Montag den Ausnahmezustand über das nordostafrikanische Land verhängt. General Abdel Fattah al-Burhan kündigte zudem die Auflösung der Regierung und des Souveränen Rates an, der bislang den Übergang zur Demokratie leitete und dem neben Mitgliedern des Militärs auch Zivilisten angehörten. Burhan, der selbst Vorsitzender des Rats war, begründete das Vorgehen damit, dass Frieden und Sicherheit im Sudan gefährdet gewesen seien. Ministerpräsident Abdalla Hamdok und die meisten Regierungsmitglieder wurden offenbar festgenommen. Aus dem Ausland gab es Kritik an dem Umsturz. Die Vereinten Nationen und die Afrikanische Union forderten die Freilassung der Regierungsmitglieder. Bundesaußenminister Heiko Maas verurteilte den Putsch. Meinungsverschiedenheiten müssten im Dialog gelöst werden. Dies sei man den Menschen schuldig, die für ein Ende der Diktatur im Sudan gekämpft hätten.
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Bei Protesten gegen die Maßnahmen wurden zahlreiche Menschen verletzt.

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