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Video Opposition: Taliban können Deutschland erpressen

HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-TON MITGLIED DES AUSWÄRTIGEN AUSSCHUSSES OMID NOURIPOUR (GRÜNE) "Die Taliban haben heute Morgen ein Kind vor dem gesamten Publikum blutig gepeitscht, weil es mit seinem Vater versucht hat, durchzukommen. Es ist rohe Gewalt, die da angewandt wird, und die Bundesregierung muss jetzt mit diesen Barbaren verhandeln. Und der Grund dafür ist die Untätigkeit der Bundesregierung. Dieses permanente "Kopf-in-den-Sand" stecken, dieses Nichtstun hat Deutschland nicht nur moralisch in große Erklärungsnot gebracht, sondern auch dazu geführt, dass wir jetzt erpressbar sind. Die Taliban werden niemanden mehr reinlassen, ohne einen hohen Preis. Wir wissen nicht, was der Preis sein wird. Das kann Geld sein. Das können politische Forderungen sein. Es kann sein, dass die Taliban verlangen, dass wir ein Kalifat anerkennen, was wir nicht können." O-TON MITGLIED DES AUSWÄRTIGEN AUSSCHUSSES JÜRGEN TRITTIN (GRÜNE) "Frau Merkel hat das getan, was sie am besten kann: nichts. Herr Seehofer hat gemeint, er müsse nichts tun, damit es kein Signal gibt, dass Menschen hierherkommen. Das heißt, die Flüchtlingsabwehrpolitik wurde höher gewichtet als das Leben von Menschen. Und Heiko Maas, der hat dafür die Berichte geliefert. Schönfärberische Berichte über die Situation in Afghanistan, wo man beim Lesen merkte, wie seine Diplomaten sich verbiegen mussten, um diese politische Vorgabe zu erfüllen, obwohl sie die Situation vor Ort gut kannten." O-TON OBMANN DER FDP IM AUSWÄRTIGEN AUSSCHUSS BIJAN DIR-DARAI "Es gab genügend Zeit, um diesen Tag vorzubereiten. Die Bundesregierung hat das nicht gemacht. Das heißt, die Dinge, die in den letzten Stunden, in den letzten Tagen passiert sind, die hätte man allein schon organisatorisch verhindern können. Und dementsprechend muss die Frage nach der Verantwortung auch ganz klargestellt werden. Diese Fehler wären vermeidbar gewesen." O-TON VORSITZENDER DER BUNDESTAGSFRAKTION AFD, ALEXANDER GAULAND "Es ist eben töricht, wenn man deutsche Soldaten in einen Krieg schickt. Mit der Begründung, afghanische Mädchen müssten in die Schule gehen und dafür seien auch die deutschen Soldaten da. Nein, dafür sind deutsche Soldaten nicht da. Sie sind nur für deutsche Sicherheitsinteressen da. Und dass afghanische Mädchen in die Schule gehen, das muss die afghanische Zivilgesellschaft leisten."
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Im Rahmen einer Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses kritisierten Vertreter der Opposition das Afghanistan-Management der Bundesregierung.

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