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Video Streik am Black Friday: Amazon-Mitarbeiter wollen ein Zeichen setzen

STORY: Beschäftigte bei Amazon wurden am Freitag zum Streik aufgerufen. Der sogenannte Black Friday, der als Beginn der Weihnachts-Einkaufsaison gilt, ist einer der umsatzstärksten Tage bei diesem Online-Versandhändler. Zu den Forderungen äußerte sich Petra Kusenberg, Gewerkschaftssekretärin Handel bei Verdi Mittelrhein am Freitag in Koblenz: "Wir fordern die Anerkennung der Tarifverträge Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz. Wir fordern einen Tarifvertrag, gute und gesunde Arbeit. Denn gerade bei Amazon ist es ja so, dass die Kollegen zum Teil 15 bis 20 Kilometer am Tag laufen und das Unternehmen für die Gesunderhaltung der Beschäftigten nicht wirklich viel tut. Des Weiteren fordern wir natürlich, dass die Lohnerhöhung eine höhere sein muss. Die haben jetzt im Moment 3% die Löhne erhöht, aber bei einer Inflationsrate von 10% ist das ein Tropfen auf den heißen Stein." Ein Amazon-Mitarbeiter beschreibt seine Lage: "Mit einem geringen Betrag oder Lohn, den man verdient, man kann in diese Zeit nicht mehr leben. Also ich habe drei Kinder und wir sind beide berufstätig und wir haben also eigentlich sage ich mal so ein Riesenproblem auch. Weil die Kosten sind so enorm gestiegen, dass man das, was man verdient, man kann damit nicht leben." Die Gewerkschaft Verdi hatte am Freitag mehrere tausend Amazon-Beschäftigte in ganz Deutschland zu einem Streik- und Aktionstag für höhere Löhne aufgerufen. Laut Angaben der Gewerkschaft waren Arbeitsniederlegungen in zehn der 20 Lager- und Versandzentren geplant.
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Die Gewerkschaft Verdi hatte am Freitag mehrere tausend Amazon-Beschäftigte in ganz Deutschland zu einem Streik- und Aktionstag für höhere Löhne aufgerufen.

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