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Video Zwölf Tote bei Überschwemmungen in China

Die heftigsten Regenfälle seit Jahrhunderten haben in der zentralchinesischen Provinz Henan große Schäden angerichtet. Zwölf Menschen kamen bei der Überflutung der U-Bahn in der zwölf Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Zhengzhou ums Leben, mehr als 500 konnten aus den Schächten gerettet werden. Das teilten die örtlichen Behörden am Mittwoch mit. Etwa 100.000 Einwohner wurden evakuiert und in sichere Bereiche gebracht. . Zuvor war von Samstag bis zum späten Dienstag fast so viel Regen in der Stadt am Gelben Fluss gefallen wie normalerweise in einem ganzen Jahr. So etwas komme nur "einmal in 1000 Jahren vor", wurden Meteorologen in chinesischen Medien zitiert. Für Dutzende Stauseen und Dämme wurden Warnstufen ausgerufen. Die örtlichen Behörden erklärten, dass die Regenfälle einen 20 Meter hohen Bruch in einem Damm westlich von Zhengzhou verursacht hätten. Dieser könne "jederzeit zusammenbrechen". Augenzeugen berichteten, die Behörden hätten den Busverkehr eingestellt, da die Fahrzeuge mit Strom betrieben werden. Deshalb hätten viele Menschen die U-Bahn genommen, wo sie von den Wassermassen überrascht worden seien. Ein großes Krankenhaus mit mehr als 7000 Betten hatte keinen Strom mehr. Sogar die Notstromversorgung sei ausgefallen, berichteten lokale Medien. Das Krankenhaus suchte händeringend nach Transportmöglichkeiten, um etwa 600 Patienten zu verlegen. Unterdessen versuchten Rettungskräfte Kinder zu befreien, die seit Dienstag in ihren Kindergärten eingeschlossen waren. Eine Entspannung der Lage ist zunächst nicht in Sicht. Den Vorhersagen zufolge soll es in der Region auch in den kommenden drei Tagen regnen.
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Für Dutzende Stauseen und Dämme wurden Warnstufen ausgerufen.

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