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Wahl des "Time"-Magazin US-Präsident Barack Obama ist Person des Jahres


Ein nachdenklicher Barack Obama ziert die neuste Ausgabe des "Time Magazine". Der Anlass ist freudig: Der US-Präsident wurde zur "Person des Jahres" gekürt. Die Begründung gleicht einer Huldigung.

Das US-Nachrichtenmagazin "Time" hat den US-Präsidenten Barack Obama zur "Person des Jahres 2012" gekürt. Die Wahl sei auf Obama gefallen, "weil er eine neue Mehrheit gesucht und geschmiedet hat, weil er Schwächen in Chancen umgewandelt hat und weil er umgeben von großer Widrigkeit versucht hat, einen besseren Zusammenschluss zu finden", erklärte die Zeitschrift am Mittwoch. Obama sei als erster Präsident seit 1940 mit einer Arbeitslosenquote von mehr als 7,5 Prozent wiedergewählt worden, schrieb das Magazin.

Das Magazin bezeichnet den Präsidenten als "Architekten des neuen Amerika". Das Land befinde sich mitten in einem tiefgreifenden kulturellen und demografischen Wandel, und der Präsident sei in vielerlei Hinsicht die treibende Kraft.

Bereits zum zweiten Mal geehrt

Auf dem Titelblatt der neuen Ausgabe ist ein nachdenklicher Obama im Profil zu sehen. Die "Person des Jahres", die ein Team des Nachrichtenmagazins traditionell im Dezember wählt, kann theoretisch auch eine Sache oder eine Gruppe Menschen sein. 2011 waren "die Demonstranten" dazu bestimmt worden und damit wurden die Menschen geehrt, die von den Protesten in der arabischen Welt bis zur Occupy-Bewegung in New York auf die Straße gingen. Zuvor hatte "Time" den Gründer des sozialen Online-Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg, und den Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, geehrt.

Obama erhält den Titel bereits zum zweiten Mal. 2008 hatte "Time" Obama den Titel verliehen, als er als erster Afroamerikaner ins Weiße Haus gewählt worden war.

Obama setzte sich bei der Abstimmung in der Redaktion gegen Kandidaten wie die bei einem Taliban-Angriff schwer verletzte pakistanische Kinderaktivistin Malala Yousafzai und den ägyptischen Staatschef Mohammed Mursi durch. Auch die Chefs der Technologiekonzerne Apple und Yahoo, Tim Cook und Marissa Mayer, sowie das US-Politikerpaar Bill und Hillary Clinton kamen in die engere Auswahl.

swd/DPA/AFP DPA

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