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Aus Buch und Film "Into the Wild" Er lockte Touristen in die Wildnis, teils mit tödlichen Folgen: Militär entfernt "Magic Bus"

1992 war der Aussteiger Chris McCandless nach 114 Tagen in der Wildnis in dem Bus verhungert
1992 war der Aussteiger Chris McCandless nach 114 Tagen in der Wildnis in dem Bus verhungert
© Seth Lacount / Alaska Army National Guard / AFP
Immer wieder zog es Touristen zum "magischen Bus". Mehrere starben auf dem Weg, oft mussten die Behörden Such- und Rettungsaktionen starten. Nun hat Alaska durchgegriffen und dem ein Ende gesetzt.

Immer wieder in den vergangenen Jahren mussten Touristen gerettet werden, weil sie sich auf dem Weg zum "Magic Bus" verirrten. Für manche kam jede Hilfe zu spät. Nun hat das US-Militär Konsequenzen daraus gezogen und den verlassenen Bus aus der Wildnis Alaskas geholt. Das Wrack war durch den Bestseller und Kultfilm "Into The Wild" berühmt geworden. Wie die Naturschutzbehörde des US-Bundesstaats mitteilte, schickte die Nationalgarde am Donnerstag einen Hubschrauber los, der den kaputten Bus aus dem Denali-Nationalpark abtransportierte.

Der sogenannte Magic Bus war durch das Buch "Into the Wild" von Jon Krakauer aus dem Jahr 1996 und den gleichnamigen Film von Sean Penn von 2007 weltberühmt geworden. Beide erzählen die Geschichte des Aussteigers Chris McCandless, der im Sommer 1992 in dem verlassenen Bus aus den 40er-Jahren gelebt hatte und nach 114 Tagen in der Wildnis verhungert war.

Zwei Touristen tödlich verunglückt

Der Bus, der verrostet am Ende eines einsamen Wanderwegs stand, entwickelte sich daraufhin zu einem beliebten Ziel von Abenteurern, von denen einige verunglückten oder aus der Wildnis gerettet werden mussten. 2010 und 2019 waren zwei Touristen aus der Schweiz und Belarus auf dem Weg zu dem Bus ertrunken.  

Zwischen 2009 und 2017 gab es nach Angaben der Naturschutzbehörde zudem 15 Such- und Rettungsaktionen im Zusammenhang mit dem Bus-Wrack. Zuletzt mussten im Februar fünf Italiener gerettet werden, die auf dem Rückweg vom Magic Bus waren.

Dem wollten Alaskas Behörden nun ein Ende setzen: Nach  sorgfältiger Prüfung und Abwägung verschiedener Alternativen habe die Naturschutzbehörde entschieden, den Bus aus der Wildnis zu entfernen, sagte Behördenleiter Corri Feige. Der Bus soll nun an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, bis die Behörden entschieden haben, was damit passieren soll.

fin AFP

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