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195 Stundenkilometer: Taifun "Nalgae" peitscht über die Philippinen

Mit Windspitzen von bis zu 195 Kilometern pro Stunde ist der Taifun "Nalgae" am Samstagmorgen auf die Philippinen getroffen. Erst vor wenigen Tagen hatte Taifun "Nesat" erhebliche Schäden angerichtet.

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist ein heftiger Taifun über die Philippinen hinweggepeitscht. Mit starken Niederschlägen und Windgeschwindkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde erreichte "Nalgae" am Samstagmorgen um neun Uhr Orstzeit den Norden des Inselstaates. Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, da Erdrutsche befürchtet wurden. Vielerorts wurden Strommasten umgekippt, Bäume entwurzelt und Straßen blockiert. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Vor wenigen Tagen hatte erst der Taifun "Nesat" die Philippinen überquert. Die Böden seien daher derart aufgeweicht, dass im Norden der Hauptinsel Luzon mit schweren Überschwemmungen gerechnet werden müsse, teilten die Wetterbehörden mit. "Nalgae" sei ein Sturm der Kategorie vier, in der die Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Kilometer pro Stunden erreichen könnten.

Etwa eine Million Menschen sind von den Auswirkungen des Sturms betroffen. "Nesat" hatte auf den Philippinen 50 Menschen das Leben gekostet, 31 gelten derzeit noch als vermisst. Der Zivilschutz schätzt die Schäden an der Infrastruktur und in der Landwirtschaft auf mindestens 100 Millionen Euro.

Reuters/AFP / Reuters
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