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Polen: Arbeiter graben Adolf-Hitler-Büste in Museumsgarten aus

Bei Arbeiten am Innengarten des Danziger Nationalmuseums sind Bauarbeiter auf eine rund 50 Zentimeter große Büste des Diktators Adolf Hitler gestoßen. Nun überlegt das Museum, was mit der Büste geschehen soll.

Ein Büste von Adolf Hitler

Die Büste von Adolf Hitler wurde bei Grabungen im Garten des Museums gefunden

Eine Marmorbüste, die den Diktator Adolf Hitler darstellt, ist bei Grabungsarbeiten im Innenhof des Nationalmuseums von Danzig (Gdansk) gefunden worden. Nach Angaben des Museums wurde die Skulptur vermutlich 1942 von dem Bildhauer Josef Thorak angefertigt, der zu den von den Nationalsozialisten besonders geschätzten Künstlern gehörte.

Die rund einen halben Meter große Skulptur sei bereits am Samstag zehn Zentimeter unter der Erdoberfläche gefunden worden, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf einen Museumssprecher. Allerdings sei an dem Fundort vor etwa einem Jahr rund ein halber Meter Erdreich abgetragen worden. Museumsmitarbeiter vermuten, dass die Büste Anfang 1945 vergraben wurde, kurz bevor die deutschen Behörden in der Endphase des Zweiten Weltkriegs die Stadt verließen.

Die Hitler-Büste soll nun ins Museumsinventar aufgenommen, aber eher nicht ausgestellt werden. Sie könnte möglicherweise im gerade entstehenden Museum des Zweiten Weltkriegs einen Platz finden, hieß es. "In den nächsten Tagen wird die Büste gesäubert und inventarisiert werden. Wir wissen noch nicht, ob wir sie ausstellen werden. Das ist eine heikle Frage", erklärte Lech Lopuski, Mitarbeiter in der Skulpturenabteilung des Danziger Museums.

fin / DPA / AFP