VG-Wort Pixel

Afghanistan Taliban-Kämpfer töten zwölf Minenräumer


Die Anschläge in Afghanistan reißen nicht ab: Wieder griffen die Taliban an, diesmal einen Minenräumtrupp. Zwölf Männer kamen dabei um. Im anschließenden Feuergefecht starben zwei der Taliban-Kämpfer.

Radikalislamische Taliban-Kämpfer haben in Afghanistan zwölf Minenräumer getötet. Die bewaffneten Taliban hätten den Minenräumtrupp in der südlichen Provinz Helmand mit Maschinengewehren und Raketen beschossen, sagte ein Sprecher der Provinzregierung. Bei einem anschließenden Feuergefecht mit afghanischen Soldaten seien zwei Taliban-Kämpfer getötet und vier weitere gefangen genommen worden.

Justizbeamter erschossen

Zuvor hatten Taliban-Kämpfer in Kabul einen ranghohen Justizbeamten getötet. Atikullah Raufi, Leiter des Sekretariats des Gerichts, wurde nach Polizeiangaben auf dem Weg zur Arbeit erschossen. In einer von Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid versendeten Nachricht übernahm die Gruppe die Verantwortung für die Tat. Am Donnerstag war in der afghanischen Hauptstadt bei einem Selbstmordanschlag auf ein französisches Kulturzentrum ein Deutscher getötet worden. 15 weitere Menschen wurden verletzt.

Die afghanischen Sicherheitskräfte sollen ab dem kommenden Jahr weitgehend allein die Verantwortung für die Sicherheit im Land tragen. Der Nato-geführte Isaf-Kampfeinsatz endet zum Jahresende. Bei einem Besuch bei deutschen Bundeswehrsoldaten in Masar-i-Scharif sprach sich Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen gegen einen überstürzten vollständigen Abzug aus dem Land aus. Sie wolle die auf den Kampfeinsatz folgende mehrjährige Unterstützungsmission "nicht abrupt beenden".

yps/AFP AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker