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Airline-Mitarbeiterin beschreibt MH17-Check-in: "Mami, wann sehen wir unser Gepäck wieder?"

Eine Frau vom Bodenpersonal berichtet auf Facebook mit minuziösem Erinnerungsvermögen von den letzten Stunden der Passagiere des Flugs MH17. Sie hat die Kinder, Paare, Großeltern eingeckeckt.

Ein Archivbild zeigt MH17 beim Start. Jetzt liegen die Trümmer der Maschine verstreut über Feldern in der Ostukraine.

Ein Archivbild zeigt MH17 beim Start. Jetzt liegen die Trümmer der Maschine verstreut über Feldern in der Ostukraine.

Es sind die letzten Worte der Passagiere des Fluges MH17, bevor sie die Maschine bestiegen: Renuka Manisha Virangna Birbal gehörte zum Bodenpersonal des Fluges der Malaysia Airlines. Sie checkte die Passagiere am Gate ein und erlebte die fast 300 Fluggäste und Crewmitglieder nur wenige Stunden vor deren Tod.

Ihre Eindrücke und Erlebnisse von und mit den späteren Opfern hat sie aufgeschrieben und auf Facebook veröffentlicht.

Ein Lächeln, ein Gruß, ein glückliches Gesicht.

An den Check-in-Schalter kommen zwei Fußballfans. Einer hat schon eingecheckt, der andere nicht. "Kannst du mich einchecken, meine Liebe?"

Sie sitzen nicht nebeneinander. "Wollen Sie gerne zusammen sitzen?"

"Ich will mich ein paar Stunden ausruhen können", scherzt der eine.

Eine sechsköpfige Familie mit ihren zehn Gepäckstücken, die ich ins System eingeben muss. "Nach langer Zeit kehren wir endlich nach Hause zurück."

Es ist stressig am Check-in-Schalter. Also ging ich dorthin, um meinen Kollegen zu helfen. Ein Kind lächelt und winkt mir zu.

Ein aufgeregtes Kind: "Mama, wann sehen wir unser Gepäck wieder?"

Ein Mann, der in Malaysia ein neues Leben beginnen möchte.

Eine Familie wird von den Großeltern zum Flughafen gebracht. Der erste Urlaub für die Kinder weit weg von zu Hause.

Die Großmutter macht Fotos von ihnen beim Check-in. Diesmal stört es mich nicht, im Bild zu sein.

Ich rate allen, noch einmal zu den Toiletten zu gehen, weil es am Gate keine Toiletten gibt. Ein paar Passagiere verlassen kurz die Reihe. Eine Frau, die mit ihrem Mann und ihrer Mutter reist, fragt ihre Mutter mehrfach, ob sie auf Toilette müsse. Sie hat ein Blasenproblem.

Ein frisch verheiratetes Pärchen, auf dem Weg in die Flitterwochen.

Ein süßes kleines Mädchen an der Hand der Mutter. Der Vater schiebt dahinter den Wagen. Wie süß sie doch ist, halb niederländisch, halb malaysisch, mit schönen großen Augen. Sie lächelt mich an.

Ein Mann, der den Flug nimmt, um rechtzeitig bei der Beerdigung seiner Mutter zu sein.

Enkelkinder, die mit ihren Großeltern reisen.

Am Gate: G03. Ein junger Mann fragt mich, ob er noch die Zeit habe, schnell etwas zu kaufen. "Natürlich, Sir. Seien Sie nur um 11.30 Uhr wieder hier."

Meine Kollegin hilft einer älteren Frau in die Maschine, den ganzen Weg bis zu ihrem Sitz in Reihe 21. Sie hatte Schwierigkeiten zu gehen und reiste alleine. Die Frau hatte fast den gleichen Namen wie der Sohn meiner Kollegin. Sie wird ihn nicht vergessen.

Plötzlich sehe ich ein bekanntes Gesicht. Es ist ein Kollege vom Malaysia-Airlines-Ticketschalter. Stolz zeigt er mir seinen Sohn, seine Tochter und seine Frau. Mit einem großen Grinsen winkt er: "Bis bald."

Eine Frau will doch noch auf Toilette. Wir boarden leider schon, niemand kann mehr aus dem Gate-Bereich. "Darf ich dann als erste ins Flugzeug?" - "Natürlich."

Ich laufe noch schnell zur Maschine, mit den beiden letzten Passagieren, die den Flug nehmen. Was sind sie glücklich.

Ein letzter Gruß an die Crew. Bis zum nächsten Mal.

Dann ziehen wir die Gangway zurück.

Menschen, die wegen der Arbeit flogen, nach Hause, zur Familie, in den Urlaub, in ein neues Leben.

Gruppen, Familien, Paare, Einzelpersonen, Kleinkinder, Kinder, Omas, Opas, Mütter, Väter, Söhne, Töchter, Partner, Onkel, Tanten, Kollegen, Freunde, Nachbarn, Bekannte.

Als ich sie das letzte Mal sah, mit ihnen sprach, ihnen einen schönen Flug wünschte. Es war der 17. Juli 2014.

Ein letztes Lächeln, ein letzter Gruß, ein glückliches Gesicht.

Ruhet in Frieden, liebe Passagiere, liebe Crew

jen
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(