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Arizona: Extreme Hitze tötet fünf Menschen - darunter ein deutscher Wanderer

Eine Hitzewelle im US-Bundesstaat Arizona sorgt aktuell für Temperaturen von bis zu 49 Grad. Fünf Menschen sind dabei schon ums Leben gekommen, darunter ein deutscher Mann, der bei einer Wanderung in brütender Hitze starb.

Ein kahler Baum in einer Feldlandschaft in Arizona

Im US-Bundesstaat Arizona ist es aktuell mehr als 40 Grad Celsius heiß - fünf Menschen starben bereits an der Hitze (Archivfoto)

Bei Temperaturen von fast 50 Grad Celsius sind im US-Bundesstaat Arizona mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Deutscher. Der 57-Jährige war nach Angaben der Behörden vom Montag zusammen mit zwei anderen Deutschen zu einer Wanderung aufgebrochen. Einer seiner Begleiter überlebte die Tour, der dritte Wanderer wurde zunächst noch vermisst. Die extreme Hitze im Südwesten der USA fachte zudem Waldbrände an. Die Deutschen waren am frühen Sonntagmorgen zu einer Tour auf dem Ventana-Pfad in Arizona aufgebrochen, der durch wüstenartiges bergiges Gelände führt.

Nachdem die Gruppe von der brütenden Hitze überrascht worden war, habe einer der Männer den Abstieg geschafft, um Hilfe zu holen, teilte die Polizei von Pima in der Nähe der Stadt Tucson mit. Die Helfer hätten dann aber den 57-jährigen Stefan G. nur noch tot bergen können. Der dritte Wanderer, der 33 Jahre alte Marcus T., sei zunächst nicht zu finden gewesen. Nach ihm werde gesucht.

In der Nähe von Phoenix starb nach Angaben von Feuerwehrsprecher Larry Subervi zudem eine 28-jährige Mountainbikerin. Die erfahrene Sportlerin sei mit ausreichend Flüssigkeit zu einer Tour aufgebrochen, dann aber von der Hitze überwältigt worden. Eine 18-Jährige starb demnach, als sie sich beim Wandern in Tucson verirrte - sie hatte zu wenig Trinkwasser dabei. Ein 25-jähriges Opfer wurde aus der Stadt Mesa gemeldet.

Temperaturen von 49 Grad in Arizona

In der Nähe von Tucson starb zudem eine 54-Jährige bei einer Wanderung, wie die Behörden mitteilten. In der Region hatte eine Hitzewelle die Temperaturen auf 49 Grad klettern lassen. Sie lagen damit nur noch knapp unter dem Hitzerekord von 50 Grad, der im Jahr 1990 registriert worden war. "Wir haben jedes Jahr eine Hitzewelle, aber wir sind unserem Allzeitrekord von 1990 nah", sagte Feuerwehrsprecher Subervi. Die extremen Temperaturen haben derzeit weite Teile des Südwestens der USA fest im Griff. Außer in Arizona fachte die Hitze auch in den Bundesstaaten New Mexico und Kalifornien Waldbrände an. Im Cibola-Wald in New Mexico, wo auf einer Fläche von 72 Quadratkilometern ein Großbrand loderte, herrschten 50 Grad Celsius, im kalifornischen Palm Springs wurden 48 Grad und in Los Angeles 40 Grad gemessen.


Ein Feuer im kalifornischen Nationalpark Los Padres hatte sich am Wochenende auf eine Fläche von 32 Quadratkilometern verdoppelt. 140 Wohnungen mussten evakuiert werden. In den Bergen von San Gabriel östlich von Los Angeles brachen zwei Feuer aus, die sich rasch ausbreiteten und zu einem einzigen großen Brand verschmelzen könnten. In der Region wurden 600 Wohnungen evakuiert. Neben dem Cibola-Brand loderte in New Mexico ein riesiger Brand, der bereits eine Fläche von 146 Quadratkilometern zerstörte. Die Behörden gehen davon aus, dass der Ende Mai durch einen Blitzeinschlag entfachte Brand erst in einem Monat unter Kontrolle ist.

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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?