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Australien "Monster"-Vogel attackiert Anwohner – Behörden greifen zu drastischem Mittel

Ein Flötenvogel
Nahe Sydney (Australien) hat ein offenbar ungewöhnlich aggressiver Flötenvogel für Unruhe gesorgt (Symbolbild)
© jspix/ / Picture Alliance
Der "Monster"-Vogel nahe Sydney habe immer wieder Anwohner attackiert, mit Vorliebe Fahrradfahrer. Nach Dutzenden Vorfällen haben die lokalen Behörden einen drastischen Schlussstrich gezogen.

Das vermeintliche Strafregister des "Monster"-Vogels von Hills Shire nahe Sydney ist lang. Über 40 Übergriffe habe der Gemeinderat gezählt. Sogar für einen Herzinfarkt werde der Flötenvogel (Australian Magpie) – eine in Australien häufig vorkommende Singvogelart – verantwortlich gemacht, berichtet "The Times". 

Seit drei Jahren habe der Vogel im Nordwesten der australischen Stadt immer wieder Anwohner attackiert. Vor allem die Köpfe von Fahrradfahrern habe das Tier mit scharfem Schnabel immer wieder ins Visier genommen. Die Zeitung veröffentlichte Bilder, die zwei der Übergriffe zeigen sollen.

Die "Monster"-Elster hat sogar eine Angriffsmethode entwickelt, sagen Wildhüter

Laut Wildhütern habe der "Monster"-Flötenvogel, laut "The Times" der örtliche Spitzname des furiosen Flugtiers, sogar eine Methode entwickelt, um die Gesichter von Radfahrern unter ihren Helmen angreifen zu können. Nicht selten habe eine der Attacken daher zu medizinischen Maßnahmen geführt, berichtet das Blatt weiter.

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Eine Sprecherin des Gemeinderats sagte gegenüber ABC, dass besonders dieser Vogel "sehr aggressiv und uncharakteristisch territorial" sei. Dass Flötenvögel generell aggressiv sein können, ist jedoch nicht ungewöhnlich – besonders während der Paarungszeit verteidigen sie ihr Territorium sehr engagiert.

Laut BBC wird die Vogelart in Australien durch das Gesetz geschützt, lediglich lokale Behörden dürfen in besonderen Fällen zur Tat schreiten. Laut BBC sei der Versuch gescheitert, das Tier einzufangen und andernorts wieder auszuwildern. Der Stadtrat holte daraufhin die nötigen Erlaubnisse ein, den Vogel von einem professionellen Schützen erschießen zu lassen. Die Entscheidung sei "nicht leicht gefallen", zitiert die BBC die Behörden. Experten und Tierschützer kritisierten den Abschuss. 

Quellen:"The Times", BBC

fs

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