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Steuererklärung leicht gemacht: So funktioniert das Elsterformular vom Finanzamt

Mit dem Elsterformular lassen sich seine Daten für die Steuererklärung schnell an das Finanzamt übermitteln. Dies ist deutlich einfacher als die Variante mit Stift und Papier. Der stern erklärt die Software Schritt für Schritt.

Von Karsten Siemer und Manfred Schwarz

Mit dem Elsterformular ist die Steuererklärung leicht und schnell erstellt

Mit dem Elsterformular ist die Steuererklärung leicht und schnell erstellt

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Seit einigen Jahren stellt die Finanzverwaltung kostenlos die technischen Mittel für eine elektronische Übermittlung der Steuermeldungen bereit. Das Projekt nennt sich ELSTER, und steht für ELektronische STeuerERklärung. Elster bedient inzwischen eine Vielzahl von Steuerarten und umfasst eine Reihe von Internetdiensten und Software-Lösungen für unterschiedliche Zwecke. Ab dem 1. Januar 2017 wird Elster aber noch wichtiger. Die Steuererklärung soll weitestgehend digitalisiert werden. Die Finanzämter können eine Steuererklärung im automatisierten Verfahren prüfen lassen. So soll die Bearbeitungszeit reduziert werden. Außerdem kann auch seit Anfang 2017 der Steuerbescheid elektronisch zugestellt werden, wenn dem zugestimmt wurde. Steuererklärungen, die weiterhin auf Papier abgegeben werden, werden einige Ämter scannen. Daher hat die Nutzung von Elster einen klaren Vorteil: Die Steuererklärung wird schneller geprüft. 

Steuererklärungs-Software von Drittanbietern: Sie greift zur Übermittlung an das Finanzamt in der Regel auf Elster-Software-Module zurück. Wenn die Steuersoftware gut gemacht ist, bekommen Sie davon jedoch kaum etwas mit. Elster ist aber keine Einbahnstraße: Wenn die Steuersoftware dies unterstützt, können Sie sogar den Bescheid vom Fiskus elektronisch abrufen.


Elsterformular: Bei Elsterformular handelt es sich um die kostenlose Software für Ihre Einkommensteuererklärung, die von der Steuerverwaltung selbst zur Verfügung gestellt wird.

ElsterOnline-Portal:

Es bietet darüber hinaus die Möglichkeit, bestimmte Steuermeldungen online, also über eine Webseite, abzugeben. Die Einkommenssteuererklärung gehört zwar nicht dazu, doch mit der sogenannten elektronischen Steuerkontoabfrage bietet das ElsterOnline-Portal einen interessanten Zusatzservice: Jeder Steuerpflichtige kann hier den aktuellen Stand seines Steuerkontos abfragen, mit Guthaben, Forderungen, Zahlungseingängen etc.

Der Papierkrieg früherer Jahre ist nicht zuletzt dank Elster inzwischen weitgehend passé. Ganz papierlos läuft eine Steuererklärung zwar noch nicht ab, und auch Ihre Belege müssen Sie nach wie vor in Papierform vorhalten, aber die Formulare sind doch in ihrer elektronischen Form sehr viel freundlicher und flexibler. Schauen wir uns also die amtliche, kostenlose Alternative Elsterformular einmal genauer an.

Für viele Steuerpflichtige ausreichend: Elsterformular

Was anfangs nicht viel mehr war als eine 1:1-Abbildung der Papierformulare auf dem Bildschirm, hat sich mittlerweile zu einer ernst zu nehmenden Alternative zur käuflichen Konkurrenz gemausert. Dies gilt vor allem, wenn Sie keine exotischen Steuersachverhalte oder umfangreiche Aufstellungen erwarten und wenn Sie auf ausführliche Ausfüllhilfen und Erläuterungen verzichten können. Ausgefeilte Tipps, wie Sie Ihre Steuerbelastung minimieren können, dürfen Sie hier selbstverständlich auch nicht erwarten.

Da sich das notwendige Steuerwissen auch aus anderen Quellen beziehen lässt, dürfte Elsterformular für viele Steuerpflichtige ausreichen - und ist in jedem Fall dem Papierformular vorzuziehen, schon weil Korrekturen sehr viel einfacher sind.

Elsterformular

können Sie wahlweise online herunterladen oder auf CD bei Ihrem Finanzamt beziehen. Die Benutzerführung ist nicht ganz so komfortabel und übersichtlich wie in den kommerziellen Programmen.

Installation

1. Rufen Sie die Elster-Startseite im Internet auf: www.elster.de. Wählen Sie dort Elsterformular und dann Download Elsterformular. Klicken Sie oben auf die Schaltfläche Download Elsterformular.
2. Wählen Sie die gewünschte Version und klicken Sie "Download". Im folgenden Bildschirm müssen Sie dem Lizenzvertrag durch Klick am Ende der Seite zustimmen.
3. Bestätigen Sie das Speichern der ausführbaren Installationsdatei (*.exe) auf Ihrem Rechner.
4. Nach dem Herunterladen suchen Sie die Installationsdatei mit dem Windows-Explorer auf Ihrem Rechner und starten die Installation mit einem Doppelklick darauf. Folgen Sie den weiteren Installationshinweisen.
5. Starten Sie Elsterformular durch einen Doppelklick auf die Programmverknüpfung auf Ihrem Desktop.
6. Im Startbildschirm des Programms wählen Sie links unter Privatperson die Einkommensteuererklärung. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Eine neue Einkommensteuererklärung... anlegen.
7. Sie sehen das Steuerformular auf dem Bildschirm und können loslegen. Wenn Sie auf ein Feld klicken, sehen Sie im Bildschirm daneben die dazu vorhandenen Erläuterungen.
8. Speichern Sie am besten erst einmal Ihre Steuererklärung über das Menü Datei. Wiederholen Sie später die Speicherung regelmäßig mit Strg + S, um keine Steuerdaten zu verlieren.

Steuererklärung 2019: Keine Panik vor der Steuererklärung: Mit diesen 8 Tipps sparen Sie Steuern
Rentner, die erstmals 2016 Geld aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, müssen dies versteuern. 72 Prozent der Brutto-Rente ist steuerpflichtig, lediglich die Werbungskostenpauschale von 102 Euro darf abgezogen werden. Die Sozialversicherungsbeiträge hingegen nicht.

Rentner, die erstmals 2016 Geld aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, müssen dies versteuern. 72 Prozent der Brutto-Rente ist steuerpflichtig, lediglich die Werbungskostenpauschale von 102 Euro darf abgezogen werden. Die Sozialversicherungsbeiträge hingegen nicht.

Dateneingabe

Nun geht es weiter mit der Dateneingabe:

1. Übersichtlicher und einfacher als die Formularansicht ist der Interview-Modus, den Sie über das Menü Eingabemodus einschalten. Sie können jederzeit zwischen den Modi wechseln. Im Interview-Modus werden Sie in kleinen Schritten und logischer Folge durch die Eingaben geführt. Durch den Interview-Modus navigieren Sie mit den großen Schaltflächen links (Weiter, Überspringen)

2. Über das Menü Ansicht können Sie die Darstellung vergrößern oder verkleinern. Für einen stufenlosen Zoom lässt sich ein Schieberegler einblenden.

3. Das Interview führt Sie nicht nur durch den Hauptvordruck, sondern auch durch die (vermeintlich) erforderlichen Anlagen. Wenn Sie später bei der Plausibilitätskontrolle auf fehlende Angaben in diesen hingewiesen werden, die Sie gar nicht betreffen, können Sie diese auch löschen: Wechseln Sie zur Direkteingabe, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Anlage in der Liste

weitere Vordrucke, und wählen Sie Anlage... aus meiner Steuererklärung entfernen. Auf demselben Weg können Sie auch Anlagen hinzufügen.

4. Sie können zu jedem Zeitpunkt die Plausibilitätsprüfung ausführen - und zwar über das gleichnamige Menü. Die rot markierten Fehler müssen bereinigt werden, damit überhaupt eine Abgabe möglich ist. Aber auch die grün markierten Hinweise sollten Sie beherzigen. Klicken Sie einfach auf den Eintrag in der Liste Fehler/ Hinweise, um zu dem entsprechenden Feld zu kommen.

5. Wenn Ihre Angaben vollständig und laut Programm plausibel sind, können Sie die Steuererklärung abgeben. Dazu gehören die Datenübermittlung und das Drucken des Anschreibens und der komprimierten Steuerklärung. Das heißt: Ganz ohne Papier kommen Sie nicht aus - es sei denn, Sie verwenden eine digitale Signatur. Den gesamten Ablauf starten Sie über das Menü Datenübermittlung mit Steuererklärung zum Finanzamt übermitteln. Folgen Sie den weiteren Meldungen. Geben Sie hier Ihre E-Mail an, um benachrichtigt zu werden, wenn Ihr Bescheid in elektronischer Form abgeholt werden kann. Für das Abholen verwenden Sie später ebenfalls Elsterformular (Menü Datenübermittlung > Steuerbescheiddaten vom Finanzamt abholen).

6. Die ausgedruckte komprimierte Erklärung, die mit einer Telenummer versehen ist, müssen Sie unterschreiben und gegebenenfalls zusammen mit erforderlichen Belegen an den Fiskus schicken. Über das Menü Drucken erhalten Sie dazu ein passendes Anschreiben.

Hilfe und Selbsthilfe bei der Steuererklärung

Die Steuergesetzgebung wird auf lange Sicht unerfreulich bleiben. Immerhin gibt es heute Programme, die Sie nach Kräften unterstützen. Auf den Internetseiten der Hersteller sind oft umfangreiche Nachschlagewerke und detaillierte Tipps für jedermann zugänglich. In vielen Internet-Foren finden Sie Mitbürger, die dieselben Fragen und Probleme hatten wie Sie - und bereitwillig helfen. Was Sie darüber hinaus noch für Ihre Steuererklärung tun können, ist eigentlich nur: Belege über das ganze Jahr sammeln und ordnen. Gut vorbereitete Unterlagen sind die halbe Steuererklärung!


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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.