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Berlin: 12 Menschen bei Großbrand verletzt

In einem Wohnhaus auf dem Gelände des Berliner Künstlerhauses Bethanien hat es einen Großbrand gegeben. 12 Menschen wurden bei dem Feuer verletzt. Die Brandursache ist noch unklar, doch es gibt Hinweise auf Brandstiftung.

Bei einem Brand auf dem Gelände des Künstlerhauses Bethanien in Berlin sind am ersten Weihnachtstag 12 Menschen verletzt worden. Die Polizei hält Brandstiftung für möglich. Wie die Feuerwehr am Morgen mitteilte, wurden aus dem Wohnhaus neben dem Kreuzberger Kulturzentrum 26 Menschen vor den Flammen gerettet. Zwei Männer seien in Panik aus dem Fenster des ersten Stocks gesprungen. Sie erlitten dabei schwere Verletzungen, darunter mehrere Knochenbrüche, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Zehn Menschen wurden mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht. Am Morgen war zunächst von 14 Verletzten die Rede gewesen.

Als die Einsatzkräfte gegen 6.55 Uhr an dem in der linken Szene bekannten Georg-von-Rauch-Haus eintrafen, erwarteten sie chaotische Zustände. Menschen liefen nach Berichten von Rettern panisch vor dem Gebäude umher, andere standen an den Fenstern und riefen um Hilfe. Der starke Rauch hatte sich über die ganzen vier Etagen des Hauses verteilt. Es sei zunächst nicht ersichtlich gewesen, ob und wie viele Menschen in ernster Gefahr gewesen seien, berichtete ein Helfer. Zum Zeitpunkt des Brandes waren nach Feuerwehrangaben auch Kinder in dem Gebäude. 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Brand brach an mehreren Stellen aus

Das Feuer war an zwei Stellen, im Keller und im Treppenhaus, ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei ist von Brandstiftung auszugehen. Vor dem Unglück hatten die Anwohner im Keller des Gebäudes gefeiert. Deshalb waren vermutlich auch viele Gäste im Haus. Der Brand war gegen 8.50 Uhr unter Kontrolle.

Nach dem Unglück versammelten sich Einwohner vor dem alternativen Wohnhaus. Sie wurden von der Feuerwehr mit Decken gegen die Kälte versorgt. Nach Angaben der Einsatzleitung ist die Bausubstanz des alten, massiven Gebäudes in Ordnung - dennoch gibt es erhebliche Schäden. Fenster zersprangen. Die elektrischen Leitungen seien zerstört und auch in den Wohnungen selbst sei großer Schaden entstanden, hieß es. Trotzdem kehrten einige Bewohner gegen 11.00 Uhr in das Haus zurück. Einsturzgefahr soll nicht bestehen.

tkr/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?