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Tragisches Busunglück in Frankreich: Dreijähriger Sohn des LKW-Fahrers stirbt auf Beifahrersitz

Tragisches Ende für einen Seniorenausflug: Ein Bus prallt in Frankreich mit einem Lastwagen zusammen. In den Flammen kommen mindestens 43 Menschen ums Leben. Auch ein Dreijähriger ist unter den Toten.

Die Luftaufnahme des Unfallortes zeigt die völlig ausgebrannten Wracks des LKWs und des Busses

Die Luftaufnahme des Unfallortes zeigt die völlig ausgebrannten Wracks des LKWs und des Busses

Bei einem der schwersten in Europa sind im Südwesten Frankreichs mindestens 43 Menschen getötet worden. Der Reisebus mit einer Seniorengruppe an Bord stieß am Freitag auf einer Landstraße rund 40 Kilometer östlich von Bordeaux mit einem Lastwagen zusammen. Beide Fahrzeuge gingen in Flammen auf und brannten aus.

Acht Menschen wurden bei der Katastrophe am Freitag in der Nähe des Ortes Puisseguin verletzt, zwei davon schwebten zunächst noch in Lebensgefahr. Nach Angaben des ermittelnden Staatsanwalts von Libourne, Christoph Auger, blieb zunächst unklar, ob alle angemeldeten Passagiere dabei waren. In dem Reisebus seien 41 oder 42 Menschen ums Leben gekommen, sagte Auger.

Im LKW kamen der Fahrer und sein dreijähriger Sohn ums Leben, der neben seinem Vater auf dem Beifahrersitz saß. Laut der Nachrichtenseite "France Info" sollen die beiden aus der Region Orne stammen. Der Vater habe für das kleine Logistikunternehmen "Transport Michel Alexaindre" gearbeitet, berichtet der Fernsehsender "BFM TV".

 

Unglücksursache weiterhin unklar

Der Bus war mit einer Seniorengruppe auf dem Weg in den Ort Arzacq-Arraziguet im Pyrenäen-Vorland. Die Gruppe brach am Morgen vom Ort Petit-Palais nordöstlich von Bordeaux auf. Gegen 7.30 Uhr stieß ihr Bus wenige Kilometer weiter südlich mit dem Lastwagen zusammen. 

Ersten Hinweisen, wonach der Lastwagen den dramatischen Unfall verursachte, wurde von Gendarmerie und Staatsanwalt widersprochen. Es werde einige Zeit dauern, um die Ursache zu finden, unter welchen Umständen sich der Unfall abgespielt habe, sagte Auger. Ermittelt wird zudem, warum die Fahrzeuge Feuer fingen. 

Die Ermittler konzentrieren sich zunächst darauf, die Leichen zu identifizieren. Dies habe Priorität, sagte Auger. Die Opfer sollten den Angehörigen so rasch wie möglich übergeben werden. 

kgi / DPA
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