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Cannabis-Wirkstoff: Wasser von US-Kleinstadt hat THC intus

Besteht für die Einwohner der US-Kleinstadt Hugo Grund zur Sorge? Wie Behörden melden, ist die gesamte Wasserversorgung mit dem Cannabis-Wirkstoff THC belastet. Es gebe Hinweise, dass sich jemand an eine Wasserquelle zu schaffen gemacht hat.

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung der US-Kleinstadt Hugo ist mit dem Cannabis-Wirkstoff THC belastet

Schon 2014 wurde Cannabis im US-Bundesstaat Colorado legalisiert - doch nun gibt es Hinweise, dass die Wasserversorgung der US-Kleinstadt Hugo mit dem Cannabis-Wirkstoff THC kontaminiert ist. Wie der US-Sender CNN berichtet, hätten US-Behörden die psychoaktive Substanz im Leitungswasser nachgewiesen. Michael Yowell vom Lincoln County Sheriffs-Büro habe dies bei einer Pressekonferenz bestätigt. Derzeit werde weiter getestet, wie hoch die THC-Konzentration im Wasser sei. Weitere US-Behörden wie das FBI unterstützen demnach die Ermittlungen.

Bislang sei jedoch noch nicht bestätigt, dass es sich um eine mutwillige Kontaminierung handle. Es bestehe aber der Verdacht, dass sich jemand an einer der fünf Wasserquellen der 720-Einwohner-Stadt zu schaffen gemacht habe, so Yowell. Die betroffene Quelle sei abgedreht worden, aber erste Tests hätten gezeigt, dass die gesamte Wasserzufuhr von Hugo betroffen sei.

Die Behörden haben die Bewohner der Stadt telefonisch über die Situation informiert. Die Bürger von Hugo wurden angehalten bis auf weiteres kein Leitungswasser zu trinken, erklärte eine Behördensprecherin gegenüber CNN. Über soziale Medien warnte die Polizei zudem, das Leitungswasser "weder zu trinken, zu duschen, noch damit zu kochen".

Panikattacken, Paranoia und Halluzinationen als Folge?

Das Gesundheitsministerium von Colorado habe zwischenzeitlich mittgeteilt, dass das Wasser zum Duschen und Kochen verwendbar sei. Als Vorsichtsmaßnahme solle man jedoch temporär auf andere Wasserquellen wie Flaschenwasser zurückgreifen. Laut Gesundheitsministerium sei die Wirkung von THC im Wasser von mehreren Faktoren abhängig: Darunter fallen dessen Konzentration, sowie die Menge und der Zeitraum über den das Wasser konsumiert würde. Im schlimmsten Fall könnten laut Behörde Koordinationsprobleme, Panikattacken, Paranoia und Halluzinationen die Folge sein.

Auch nach der Legalisierung von Cannabis in Colorado hatten sich sowohl die Kleinstadt Hugo als auch der Bezirk Licoln dagegen entschieden, das Geschäft mit Cannabis zu legalisieren. In den USA können Bezirke - sogenannte Countys - ihre eigenen Gesetze festlegen.

amt
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?