VG-Wort Pixel

Mutmaßlicher Betrug Chinesische Zwillingsschwestern tauschen Reisepässe, um Visa zu erhalten – nun wurden sie verhaftet

Zwei Zwillingsschwestern bei einem Fest in China (Symbolbild).
Zwei Zwillingsschwestern bei einem Fest in China (Symbolbild).

© Imago Images
Die Polizei in China verhaftete zwei Schwestern, die mehr als 30 Mal die Pässe der jeweils anderen benutzt haben sollen, um zu reisen. Doch irgendwann ging es schief.

Die Polizei in Nordchina verhaftete zwei Zwillingsschwestern, die beschuldigt werden, dutzende Male ihre Pässe ausgetauscht zu haben, um sich gegenseitig zu helfen, das Land zu verlassen.

Eine von ihnen, Mouhong Z., ist mit einem Japaner verheiratet und wollte ihn gern besuchen. Als ihr das Visum zur Ausreise aus China verweigert wurde, wandte sie sich mit der Bitte um Hilfe an ihre Schwester Mouwei, die ein gültiges Visum für Japan besitzt, wie die "South China Morning Post" berichtet.

Schwestern droht in China Gefängnisstrafe

Da die Zwillinge aus der Stadt Harbin in der chinesischen Provinz Heilongjiang sich auffallend ähnlich sehen , konnte sich Mouhong leicht als ihr Zwilling ausgeben und wird nun beschuldigt, unter falscher Identität nach Japan und Russland gereist zu sein. Die Polizei teilte laut "South China Morning Post" mit, dass sie China mehr als 30 Mal verlassen hatte, bevor die Behörden sie festnahmen. Weder das Alter der Frauen wurde bekannt, noch wie es den Beamten gelang, den mutmaßlichen Betrug aufzudecken.

Auch Mouwei nutzte die Ähnlichkeit mit ihrer Schwester und reiste viermal nach Thailand, wobei sie jedes mal vorgegeben haben soll, Mouhong zu sein. Laut Xiaodong Wang, einem örtlichen Polizeibeamten der Einwanderungsbehörde, sei es illegal, die eigene "DNA auszunutzen", um zu reisen. Schließlich könnten sie sich ja auch "bei den Einwanderungsbehörden nach Ihren Passproblemen erkundigen, aber Sie können nicht mit dem Pass einer anderen Person ins Ausland reisen", zitiert die "South China Morning Post" den Polizisten.

Kinder in Corona-Schutzanzügen? Viel Wirbel um vermeintliches Pandemie-Video

Derzeit ermittele die Polizei gegen die Frauen wegen der in China als Verbrechen geltenden "Störung der Verwaltung des Territoriums oder der Grenze". Laut einem von der "South China Morning Post" zitierten Anwalt drohe den beiden Schwestern eine Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr.

Quelle:  "South China Morning Post"

km

Mehr zum Thema



Newsticker