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Mehr als eine nette Geste Drive-in: 900 Autofahrer spendieren sich gegenseitig Essen

Nahaufnahme eines Schnellrestaurants
Mehr als 900 Autofahrer in zweieinhalb Tagen: Aus einer netten Geste wurden Hunderte (Symbolbild).
© Ricky Singh / Unsplash
Ein Mann im US-Bundestaat Minnesota bezahlt im Drive-in eines Fast-Food-Restaurants für den Kunden hinter ihm gleich mit – 900 weitere Autofahrer schließen sich ihm an.

Aus einer netten Geste wurden Hunderte: Nachdem ein Mann in einem Drive-in in Brainerd, Minnesota, aus reiner Nettigkeit für den nächsten Kunden mitbezahlte, verselbstständigte sich die Aktion: In den nächsten zweieinhalb Tagen taten es ihm 900 Autofahrer gleich und zeigten, dass sie auch in schwierigen Zeiten füreinander da sind.

Kein Ende zum Feierabend

Alles habe am Donnerstagmittag begonnen, als ein Mann im Drive-in einer "Dairy Queen"-Filiale beim Bezahlen fragte, ob er für den Fremden hinter ihm gleich mitbezahlen könne. Als der Autofahrer hörte, dass seine Rechnung bereits beglichen worden sei, tat er es seinem Gönner gleich – genau wie der Nächste…

Zum Filialschluss am Donnerstag habe ein Kunde 10 Dollar hinterlegt, damit die Kette am Morgen weitergeführt werden konnte – am Freitagabend war es nicht anders. Zum Ende jedes Tages wurde auf der Facebook-Seite des Restaurants die Länge der Autokette veröffentlicht:

Nicht die erste "Pay-it-forward"-Kette

"Es gibt so viele verschiedene Arten, Menschen zu helfen. Ich denke, das hat eine Menge Leute berührt, von denen wir nicht einmal wussten, dass es sie berührt", sagte die Geschäftsführerin Tina Jensen gegenüber "CNN". Die mit jedem weiteren Auto zunehmende Freude ihres Personals und die Reaktionen der Kunden seien rührend gewesen.

Laut Jensen kommen solche "Pay-it-Forward"-Aktionen öfter vor – allerdings nie in diesem Ausmaß. Die Autokette habe dem Restaurant 10.000 Dollar Umsatz eingebracht. "In Zeiten wie diesen stellt es irgendwie den Glauben an die Menschheit ein wenig wieder her", habe Heidi Bruse, die selbst an der Kette teilgenommen hat, gegenüber "CNN" gesagt. "So wie die Welt jetzt ist, sieht man eine Menge Wut, Spannungen und egoistisches Verhalten. "Was wir erlebt haben, war reine Freundlichkeit und es war wirklich ein Hauch von frischer Luft."

Quellen: "CNN"; "BBC"

yks

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