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Ein Jahr nach der Katastrophe: Japaner bekommt Tsunami-Ball zurück

Ein Mann hat an einem Strand in Alaska einen Fußball mit asiatischen Schriftzeichen gefunden. Die Recherche ergab: Der Tsunami hatte ihn vor mehr als einem Jahr einem japanischen Jugendlichen entrissen. Der bekommt das Fundstück nun zurück.

Kleine Wunder gibt es immer wieder: Mehr als ein Jahr nach dem verheerenden Tsunami, der auch das Reaktorunglück in Fukushima ausgelöst hat, wird ein japanischer Jugendlicher seinen verlorenen Fußball zurückerhalten. Ein aufmerksamer Sammler von Strandgut fand den Ball mehrere tausend Kilometer entfernt auf einer kleinen Insel im Golf von Alaska, wie der japanische Fernsehsender TBS berichtete.

Laut der US-Behörde für Wetter- und Meeresforschung (NOAA) entdeckte der 51-Jährige auf dem Ball eine Botschaft mit dem Namen der Schule, die Mitschüler daraufgeschrieben hatten. Seine japanische Frau habe sie übersetzt und den Ort der Schule recherchiert. Nach Einschätzung der NOAA könnte es das erste Mal sein, dass an der Küste angeschwemmtes Tsunami-Treibgut identifiziert und sein Besitzer ausfindig gemacht werden konnte.

"Ich bin sehr dankbar, weil ich bisher nichts von meinen Sachen wiedergefunden habe", sagte der 16-jährige Misaki Murakami dem Sender TBS. Das Haus und der gesamte Besitz der Familie waren fortgeschwemmt worden, als die riesige Flutwelle am 11. März 2011 seine Heimatstadt Rikuzentakata im Nordosten Japans traf.

Die japanischen Medien berichteten groß über den wundersamen Fund von Middleton Island. Auch bei einem von dem Mann aufgelesenen Volleyball fand sich am Montag die Besitzerin: die 19-jährige Shiori Sato aus der ebenfalls vom Tsunami heimgesuchten Provinz Iwate.

fro/AFP / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?