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Elfenbeinküste Massenpanik führt zu 60 Toten


In der westafrikanischen Republik Elfenbeinküste sind in der Neujahrsnacht mindestens 60 Menschen bei einem Gedränge ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind viele Kinder und Jugendliche.

Bei Silvesterfeiern in der westafrikanischen Metropole Abidjan sind nach lokalen Medienberichten mehr als 60 Menschen getötet und über 200 weitere Personen verletzt worden. Während des Feuerwerks sei es zu einer Massenpanik in der größten Stadt der Elfenbeinküste gekommen, berichtete die Zeitung "Fraternité Matin" auf ihrer Internetseite am Dienstag. Über die genaue Zahl der Opfer gibt es noch unterschiedliche Angaben. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr sprach, abweichend von der offiziellen Mitteilung, von 61 Toten und 48 Verletzten.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur AIP handelt sich bei den Toten vor allem um Kinder und Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren. Sie hatten beim Abbrennen des Feuerwerks geholfen, als es gegen ein Uhr morgens zu dem tödlichen Gedränge gekommen sei. Was die Massenpanik ausgelöst hat, ist noch unbekannt.

Das Gedränge entstand vor dem Haupteingang des Stadions der Stadt. Menschen seien in dem Gedränge totgetrampelt worden oder erstickt, sagte der Chef der Militärfeuerwehr von Abidjan, Issa Sako. Im Sender RTI waren auf der Straße liegende Leichen zu sehen sowie verängstigte Frauen, die von Rettungskräften betreut wurden. Noch am Dienstagvormittag waren Haufen von Schuhen und zurückgelassene Kleidung am Unglückort zu sehen. Ivorische Soldaten und Polizisten sowie Mitglieder der UN-Truppe ONUCI sorgten für Sicherheit. In Abidjan wurde zu Silvester erst zum zweiten Mal in Folge ein Feuerwerk organisiert. Die Feierlichkeiten sollten ein Symbol für den Neuanfang in dem Land unter Präsident Alassane Ouattara sein, nachdem bei dem von Dezember 2010 bis April 2011 anhaltenden politischen Machtkampf in dem westafrikanischen Land rund 3000 Menschen getötet worden waren.

san/AFP AFP

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