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Explosion im Jemen: Opferzahl steigt auf 150

Bei der Explosion in einer Munitionsfabrik im Jemen sind 150 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 80 wurden verletzt. Offenbar wollten El-Kaida-Mitglieder und später auch Anwohner Waffen- und Munitionsbestände plündern. Die genauen Umstände der Explosion sind aber unklar.

Nach der Explosion in einer Munitionsfabrik im Jemen am Montag sind nach neuesten Angaben 150 Menschen ums Leben gekommen. Die endgültige Opferzahl der Explosion und des anschließenden Brandes in der Fabrikanlage betrage 150, mehr als 80 Menschen seien verletzt worden, sagte der örtliche Vize-Gouverneur, Ahmed Ghaleb el Rahui, der Nachrichtenagentur AFP. Die Explosion hatte sich nahe der Stadt Dschaar in der Provinz Abjan im Süden des Jemen ereignet. Zunächst war von 76 Toten die Rede gewesen.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen war am Sonntag ein Kommando von 30 mutmaßlichen El-Kaida-Mitgliedern in die Fabrik eingedrungen. Die bewaffneten und vermummten Männer luden demnach Kisten mit Munition in mehrere Kleintransporter, ohne aufgehalten oder gestört zu werden. Am Montag waren dann auch Anwohner, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, in die Fabrik gekommen, um die Munitions- und Waffenbestände zu plündern. Warum es zur Explosion kam ist weiterhin unklar.

cjf/AFP / AFP
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