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Florida "Unerträgliches Verhalten": Polizei nimmt Zehnjährigen nach Amokdrohung fest

Florida: Polizei nimmt Zehnjährigen nach Amokdrohung fest
Der Zehnjährige wird in Florida von einem Polizisten abgeführt
© Lee County Sheriff's Office / Facebook
In Florida soll ein Zehnjähriger in Textnachrichten einen Amoklauf angedroht haben. Die Polizei verhaftete ihn, geht aber offenbar nicht davon aus, dass der Junge seine Drohungen in die Tat umsetzen wollte.

Der Amoklauf eines 18-Jährigen in Texas hat die USA und den Rest der Welt erschüttert. Der Täter schoss in einer Grundschule um sich und tötete dabei 19 Schulkinder sowie zwei Lehrer. Seit dieser schrecklichen Tat ist in den Vereinigten Staaten nicht nur die Debatte um schärfere Waffengesetze wieder neu entbrannt, die Sicherheitsbehörden sind auch besonders alarmiert, um weitere Amokläufe zu verhindern.

In Florida hat die Polizei einen Zehnjährigen festgenomen, der offenbar einen ähnlichen Anschlag geplant haben soll. Das Büro des Sheriffs in Lee County veröffentlichte auf Facebook ein Video, in dem zu sehen ist, wie der Fünftklässler in Handschellen von Polizisten abgeführt wird. Nach Angaben von Sheriff Carmine Marceno soll er in verschiedenen Textnachrichten mit einem Amoklauf gedroht haben.

Florida: Polizei nimmt Drohungen ernst

"Das Verhalten des Schülers ist unerträglich, vor allem nach der jüngsten Tragödie, die sich in Uvalde abgespielt hat", erklärte der Sheriff in einem Statement. Die Sicherheit der Kinder sei "von höchster Bedeutung", heißt es in der Erklärung weiter. "Wir werden in unseren Schulen für Recht und Ordnung sorgen", so der Sheriff. Die Polizei nahm die Drohungen sehr ernst: Sein Team habe "nicht eine Sekunde" gezögert, den Fall zu untersuchen, sagte Marceno.

Die Aussagen des Zehnjährigen bestätigten die Vorwürfe gegen ihn. Offenbar geht die Polizei jedoch nicht davon aus, dass der Junge wirklich vorhatte, seine Drohungen in die Tat umzusetzen. Marceno sprach von einer "vorgetäuschten Drohung". Dennoch habe die Polizei hart durchgreifen wollen: "Jetzt ist nicht die Zeit, um sich wie ein Kleinkrimineller aufzuführen." Der Schüler werde "echte Konsequenzen" erfahren.

Nach dem Amoklauf in der Grundschule in Uvalde hatte es Kritik an der Polizei gegeben, weil diese auf Notrufe aus der Schule zu spät reagiert hatte. Das US-Justizministerium hat eine Untersuchung des Einsatzes angekündigt. 

Quellen: Lee County Sheriff's Office auf Facebook / Carmine Marceno auf Twitter

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Sehen Sie im Video: Nachdem ein 18-Jähriger an einer Grundschule in Uvalde 19 Kinder und zwei Lehrer erschossen hat, wird Kritik am Verhalten der Polizei laut. Eltern werfen der Polizei vor, zu lange untätig gewesen zu sein.

epp

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