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Flugzeugunglück in Pakistan: Rettungskräfte können nur noch Leichen bergen

Heftiger Regen ging auf Islamabad nieder, als Airbus A321 am Mittwoch zum Landeanflug auf den Flughafen von Islamabad ansetzte. Wenige Minuten später zerschellte die Maschine in den angrenzenden Hügeln. Alle Insassen starben.

Eine pakistanische Linienmaschine mit 152 Insassen ist am Mittwoch beim Landeanflug auf Islamabad in den angrenzenden Hügeln zerschellt. Rettungskräfte konnten die Insassen nur noch tot bergen, die Leichen sind teils so entstellt, dass DNA-Tests zur Identifizierung nötig sind. Die Ursache für den Absturz des Airbus A321 war zunächst unklar, doch herrschten zum Zeitpunkt des Unglücks heftiger Regen und schlechte Sicht.

Nach Angaben eines Sprechers der Fluglinie Airblue war der Airbus am Mittwochmorgen kurz vor 08.00 Uhr (05.00 Uhr MESZ) aus der Wirtschaftsmetropole Karachi in Richtung der pakistanischen Hauptstadt gestartet. An Bord waren laut Airblue und der zivilen Luftfahrtbehörde 152 Insassen, darunter sechs Besatzungsmitglieder. Unter den Passagieren befanden sich mindestens zwei US-Bürger und sechs Kinder.

Beim Landeanflug auf den Internationalen Flughafen Benazir Bhutto zerschellte die Maschine in den angrenzenden Margalla Hills, stürzte in eine Schlucht und ging in Flammen auf. Innenminister Rehman Malik sagte im Fernsehen, niemand habe das Unglück überlebt.

Warum die Maschine abstürzte, war zunächst unklar. Das pakistanische Informationsministerium korrigierte früher gemachte Angaben, wonach der Flugschreiber der Maschine bereits gefunden sei. Einwohner des nahegelegenen Nobelvororts E-7 berichteten, der Airbus sei ungewöhnlich niedrig geflogen, dann hätten sie einen lauten Knall gehört.

Nach Angaben von Regierungsvertretern leitete die Flugkontrolle die Maschine kurz vor der Landung von der normalen Flugroute auf eine Route über die Margalla-Hügel um. "Während des letzten Gesprächs mit dem Tower erhielt der Pilot grünes Licht für die Landung, und alles verlief ganz normal, bis die Maschine in den Hügeln abstürzte", berichtete der Vize-Direktor der zivilen Luftfahrtbehörde.

Als die Bergungsmannschaften die schwer zugängliche Absturzstelle erreichten, empfing sie nach den Worten ihres Leiters Arshad Javed die "Hölle": "Wir sahen nur verkohlte Leichenteile. Wir riefen, ob noch jemand lebt, aber niemand antwortete", sagte Javed. Nach seinen Angaben waren große Teile des Wracks unter Geröll und umgestürzten Bäumen begraben.

Innenminister Malik sprach von einer "schweren Tragödie". Premierminister Yousuf Raza Gilani und sein Kabinett wollten für die Opfer und ihre Angehörigen beten. Die Regierung ordnete eine eintägige Staatstrauer an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Gilani in einem Schreiben das "aufrichtige Beileid der Bundesregierung" zu. US-Präsident Barack Obama drückte den Familien der Opfer seine "tiefste Anteilnahme" aus.

AFP / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?