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Fortschritte nach Unfall bei "Wetten, dass..?": Samuel Koch spürt seine Hände wieder

Er kämpft, hofft, leidet: Der verunglückte Wettkandidat Samuel Koch spricht in einem Interview über Fortschritte, spürt Hände und linken Fuß wieder. Auch die Anteilnahme an der Katastrophe in Japan helfe ihm weiter.

Er hat einen großen Wunsch: "Ich wollte und will nach wie vor wieder Fußgänger werden", sagt Samuel Koch. Der schwer verunglückte Kandidat von "Wetten, dass..?" spricht in der Schweizer Zeitung "Sonntagsblick" über Fortschritte, die er selbst spüre und über die er sich sehr freue. So sei in der linken Hand das sensorische Gespür zurückgekehrt. In der rechten Hand sei schon länger wieder etwas davon da. Auch seinen linken Fuß spüre er wieder ganz leicht. Derzeit wird er in einer Spezialklinik in Nottwill im Schweizer Kanton Luzern behandelt. Die Ärzte schließen eine Genesung nicht aus, auch wenn die Chancen gering seien.

Koch gewinnt auch aus der Anteilnahme an den Katastrophen in Japan Kraft zur Meisterung seines Schicksal. "Ich freue mich auf das, was vor mir liegt. Wenn ich an Japan denke und das Leid, das da entstanden ist, wird mir klar, dass mein Leid im Vergleich dazu ziemlich gering ist", sagte er in dem Interview. Der "Sonntagsblick" hatte den 23-jährigen in der Klinik besucht, in die er nach seinem Unfall eingeliefert worden war. Seit einem Sturz am 4. Dezember 2010 ist er querschnittsgelähmt.

Gottschalk war zu Besuch

ZDF-Moderator Thomas Gottschalk hat Samuel Koch vor ein paar Wochen in Nottwil besucht. Er sei fünf Stunden geblieben und "genauso witzig wie im Fernsehen" gewesen, berichtete die Familie. In der 885. Wette von "Wetten, dass..?" wollte der durchtrainierte Samuel mit Sprungstelzen fünf Autos überspringen. Den vierten Wagen - am Steuer saß sein Vater - berührte er, stürzte ab und blieb regungslos liegen.

Als er zum ersten Mal bemerkt habe, dass er in einem Rollstuhl sitzt, habe sich sein Kopf "schwebend angefühlt, schwebend auf einem leblosen Körper", sagte Koch der Zeitung. Er habe sich zunächst nicht damit abfinden können, dass er im Rollstuhl sitze. "Aber der Rollstuhl ist, sagen wir mal, ein nützliches Übel." Er schenke ihm ein großes Maß an Selbstständigkeit und Freiheit. Koch steuert den Stuhl mit den Schultern.

ben/DPA / DPA
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