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Halberstadt: Frau stirbt nach Oralsex an Überdosis - Chefarzt unter Verdacht

Ein Arzt aus Halberstadt steht unter Verdacht, Frauen beim Oralsex unter Drogen gesetzt zu haben. Eine 38-Jährige starb dabei. Die Polizei hält es für möglich, dass es deutschlandweit Opfer gibt. 

Arzt hält ein Stethoskop in der Hand

Bei dem Verhafteten soll es sich um einen Chefarzt aus Halberstadt handeln (Symbolbild)

In Halberstadt im Harzvorland ist eine Frau an einer Überdosis Kokain verstorben. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt einen 42-jährigen Mann, die 38-Jährige ohne ihr Einverständnis unter Drogen gesetzt zu haben. Und es soll weitere Betroffene geben.

Zuerst berichtete die "Magdeburger Volksstimme" über den Fall. Der Mann, der Chefarzt im Ameos-Klinikum der Stadt sein soll, befindet sich seit dem 30. März in Untersuchungshaft. Gegen ihn werde wegen mutmaßlicher Körperverletzung mit Todesfolge und wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt, sagte Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck am Mittwoch. Der Verdächtige soll insgesamt vier Frauen beim einvernehmlichen Oralsex unter Drogen gesetzt haben. Weitere Details nannte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

Polizei schließt weitere Opfer nicht aus

Nach Angaben der "Magdeburger Volksstimme" wurde die 38-Jährige bereits im Februar vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, nachdem sie in der Wohnung des Verdächtigen zusammengebrochen sei. Alle Bemühungen, die Frau zu retten, waren demnach aber vergebens. Der Arzt habe bundesweit praktiziert, heißt es weiter. Daher könnten weitere Opfer seitens der Polizei nicht ausgeschlossen werden.  

Dominik Forster

fri / DPA