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Havarierte "Costa Concordia": Krisenstab rechnet mit einem Jahr für die Bergung

Die "Costa Concordia" liegt wie ein Mahnmal für die Unzulänglichkeit des Menschen vor der Insel Giglio, und das vermutlich noch eine ganze Weile. Nach Angaben des Krisenstabes kann es bis zu einem Jahr dauern, bis das Wrack geborgen wird.

Bis das Wrack des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" vor der italienischen Küste gehoben wird, kann nach Einschätzung des italienischen Krisenstabes bis zu ein Jahr vergehen. Zunächst müsse der Auftrag vergeben werden und das ausgewählte Unternehmen einen Plan ausarbeiten, sagte der Leiter des Stabes, Franco Gabrielli, am Sonntag. Allein dies werde rund zwei Monate dauern. Für die Bergung der "Costa Concordia" veranschlagte er weitere "sieben bis zehn Monate" - je nach Wetterlage und Wellengang.

Zunächst werde jedoch die Suche nach den Vermissten fortgesetzt, betonte Gabrielli. Es sei "ein Gebot der Moral", dass alle Leichen den Angehörigen übergeben würden. Der Verantwortliche für die Bergungsaktion machte dabei einen klaren Unterschied zwischen der Suche nach Lebenden und nach Toten. Wenn er hinter einer verschlossenen Tür einen lebenden Menschen vermute, treibe er zu einem Vorgehen bis an die Grenzen an. Es gehe aber auch darum, an das Leben der Bergungskräfte zu denken. Vermute er hinter der Tür einen Toten, schütze er im Zweifelsfall den Helfer.

"Jetzt bleibt das Ziel, einen Umweltnotstand zu verhindern"

Am Sonntag mussten die Taucher ihre Arbeit erneut unterbrechen, nachdem sich das Wrack in der Nacht wegen starken Windes und hoher Wellen verschoben hatte. Gabrielli versicherte, die Bewegungen der "Costa Concordia" seien durch "Ebbe und Wellen" bedingt, sie rutsche nicht in tieferes Gewässer ab. Wegen des hohen Wellengangs waren bereits am Samstag die Vorbereitungen zum Abpumpen des Treibstoffs unterbrochen worden.

Neben der Suche nach den Vermissten rückt die Bergung des Öls an Bord des Luxusliners immer mehr in den Fokus: "Erst ging es darum, Leben zu retten, jetzt bleibt uns das Ziel, einen Umweltnotstand zu verhindern", zitiert die italienische Nachrichtenagentur Ansa Gabrielli. In den Tanks der gekenterten "Costa Concordia" lagern etwa 2300 Tonnen Treibstoff, überwiegend gefährliches Schweröl, das noch nicht abgepumpt werden kann.

Die "Costa Concordia" war am Abend des 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert. Bislang wurden 17 Tote geborgen, 16 Menschen gelten noch als vermisst.

mad/DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.