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Hildesheim: Heimatbund will Aids-Hilfe nicht als Nachbarn

Der Tag der Niedersachsen sollte ein Tag des gemeinsamen Feierns werden. Doch dem Heimatbund Hildesheim war der benachbarte Infostand der Aids-Hilfe ein Dorn im Auge - und Grund genug, um umzuziehen.

Dichtes Gedränge beim Tag der Niedersachsen in Hildesheim

Dichtes Gedränge beim Tag der Niedersachsen in Hildesheim

Kirchen, Künstler, Trachten- und Sportvereine – am Tag der Niedersachsen in Hildesheim konnten zahlreiche Organisationen sich und ihre Arbeit vorstellen. Nur ein Stand war nicht bei allen willkommen – der der Aids-Hilfe. Ausgerechnet der Heimatbund Niedersachsen, der in seiner eigenen Vorstellung schreibt "Der Heimatbund Niedersachsen (…) verfolgt (…) gemeinnützige Ziele zum Wohle unserer niedersächsischen Heimat und ihrer Menschen", sah sich nicht dazu in der Lage, sein Info-Zelt neben dem Stand der Aids-Hilfe aufzustellen. Aids scheint in der niedersächsischen Heimat keinen Platz zu haben. Lieber wollte man sich passenderweise neben "Hildesheim im Mittelalter" platzieren, wie die "Hildesheimer-Allgemeine" schreibt.

Das wurde dem Verein, der für "einen verantwortungsvollen Fortschritt" stehen will, auch ermöglicht. Meilen-Koordinator Norbert Schulz war über den Wunsch verwundert und sagte der "Hildesheimer Allgemeinen": "In dieser krassen Form habe ich das noch nicht erlebt."

Mehr als verwundert war Marian Künzel, Mitarbeiter der Hildesheimer Aidshilfe, und spricht von einer unmöglichen Reaktion: "Wir haben erst vor Ort mitbekommen, dass sich der Heimatbund andere Nachbarn auf dem Fest gewünscht hat und umgezogen ist." Da sich keines der Mitglieder vor Ort zu den wahren Gründen geäußert hat, kann Marian Künzel nur vermuten was das Problem war: "Ohne dem Heimatbund dies in den Mund zu legen, aber es werden wohl Vorbehalte gewesen sein." Noch immer müssen er und seine Kollegen sich auf Informationsveranstaltungen Sprüche anhören, wie: "Kondome sind völliger Schwachsinn" oder "Die Leute sollen lieber treu bleiben."

"Andere Stände passen thematisch einfach besser"

Auch für Ursula Pfahl, Vorsitzende des Vereins Wildrose, der sich um die Opfer sexueller Gewalt kümmert und zusammen mit der Aids-Hilfe einen Gemeinschaftsstand auf dem Fest hatte, ein unbegreiflicher und auch unverständlicher Wunsch. Bereits vor Ort hatte sie die Zuständigen des Heimatbundes zur Rede gestellt, jedoch nur Rumdruckserei geerntet: "Andere Stände passen thematisch einfach besser." Auf ihre Replik, dass die beiden Vereine ordentliche Einrichtungen seien und man gerne mal vorbeikommen dürfe, um sich genauer zu informieren, wurde nicht näher eingegangen.

Auch zwei Tage später kann sie noch nicht ganz glauben, was da vorgefallen ist: "Diese Vereine haben eine Berechtigung, sie sind wichtig." Doch ihre Wut ist mittlerweile der Resignation gewichen. "Das macht keinen Sinn. Wir haken das Thema für uns ab. Das lohnt sich bei manchen Menschen einfach nicht."

Nicht ganz so schnell aufgeben will hingegen die Aids-Hilfe, insbesondere der schwul-lesbische Stammtisch. Sie haben den Heimatbund zu einem ihrer Treffen eingeladen, um dabei zu helfen, Vorurteile abzubauen. Doch ob sich diese darauf einlassen, ist fraglich. Denn statt sich zu erklären, heißt es von Seiten des Heimatbunds nur: "kein Kommentar."

 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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