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Riskante Rettung: Höhlendrama in Thailand: Wie dieser 14-Jährige seine Freunde rettete

Wie lief die riskante Höhlenrettung in Thailand ab? Nach und nach werden mehr Details bekannt. Ein Junge war für die gefährliche Rettung besonders wichtig: der staatenlose Adul Sam-on. Das ist seine Geschichte.

Wie wäre das Höhlendrama ohne Adul Sam-on wohl ausgegangen? Eins ist zumindest sicher: Die riskante Rettung wäre deutlich schwieriger geworden. Der 14-Jährige war nämlich der einzige der eingeschlossenen Jungs, der Englisch versteht und spricht. Nur deshalb konnten die zwölf Jungs und ihr Trainer mit den britischen Elitetauchern, die die Fußballer im Innern der Höhle entdeckten, kommunizieren. Doch Adul ist auch aus ganz anderen Gründen ein echter Held. Sein junges Leben ist eine Erfolgsgeschichte, die alles andere als gewöhnlich ist.

Adul Sam-on wurde im Wa-Staat, einer quasi-autonomen Region in Myanmar, geboren. Aufgrund des angespannten Verhältnisses zwischen der autonomen Region und der Regierung Myanmars haben die Einwohner des Wa-Staats weder eine gültige Geburtsurkunde noch einen anerkannten Pass. Trotzdem fliehen viele aus der Konfliktzone in den reicheren Nachbarstaat Thailand. Dort ist Adul heute einer von mindestens 400.000 Staatenlosen, so die offiziellen Zahlen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR. Andere Quellen schätzen die Zahl der Staatenlosen in Thailand sogar auf bis zu 3,5 Millionen, wie die "Straitstimes" berichtet. 

Der 14-jährige Adul Sam-on in einer Höhle in Thailand

Höhlendrama in Thailand: Der 14-jährige Adul Sam-on (rechts) hat mit seinen Englischkenntnissen Großes geleistet

AFP

"Adul ist ein Juwel"

Um ihm eine bessere Schulbildung zu ermöglichen, entschließen sich Aduls Eltern, den damals Siebenjährigen auf ein christliches Internat im Norden Thailands zu schicken. Dort wird er von christlichen Lehrern einer Baptistengemeinde aufgezogen und bekommt eine solide Schulbildung. Doch Adul will sich seinem Schicksal als Junge aus armen Verhältnissen und Staatenloser nicht einfach so hingeben. Er entwickelt sich prächtig und lernt schnell dazu. "Adul ist ein Juwel", sagte sein Lehrer Phannee Tiyaprom der französischen Nachrichtenagentur AFP während des Höhlendramas. "Das erste, was mir in den Sinn kommt, wenn ich an ihn denke, sind seine guten Manieren. Er begrüßt jeden Lehrer, der ihm über den Weg läuft, mit dem 'Wai'-Gruß [traditionelle Begrüßung unter Thais, Anm. d. Red.]", berichtet sein Lehrer weiter.

Die vom thailändischen Militär veröffentlichten Videoaufnahmen der eingeschlossenen Jungs gingen um die Welt. Mittendrin Adul. Natürlich beim "Wai"-Gruß mit gefalteten Händen (siehe Artikelbild). Der junge Adul scheint ein regelrechtes Multitalent zu sein. Sein Lehrer, der ihn als sehr strebsam beschreibt, berichtet nämlich auch, dass der 14-Jährige nicht nur ein passionierter Fußballer ist, sondern zusätzlich auch noch Klavier und Gitarre spielt. Wegen seiner guten Schulleistungen soll er mittlerweile vom Schulgeld befreit worden sein.

Wirklich wichtig war aber eine andere seiner Fähigkeiten: seine guten Englischkenntnisse. Das ist – besonders in einem Land, in dem nur weniger als ein Drittel der Bevölkerung Englisch sprechen können – nicht gewöhnlich. Mit 14 Jahren spricht Adul Englisch, Mandarin, Burmesisch, Wa und Thai. Seiner Schule soll er durch seine besonderen Fähigkeiten schon mehrere Medaillen eingebracht haben.

"Welcher Tag ist heute?"

Als die britischen Taucher nach tagelanger Suche auf die eingeschlossene Fußballspieler treffen, fragt Adul als erstes, welcher Tag es sei. Er will wissen, wie lange er und seine Mannschaftskollegen schon in der Höhle eingesperrt sind. Dann wird er zum Sprachrohr der Eingeschlossenen und sagt den Tauchern, was die Jungs am dringendsten brauchen: Essen. Ob Adul auch in den Tagen nach dem ersten Kontakt mit den britischen Tauchern und während der Rettungsaktion eine entscheidende Rolle gespielt hat, ist noch nicht bekannt. Aufgrund seiner Englischkenntnisse ist das aber wahrscheinlich.

Die Helden von Thailand

Die mutigen Rettungstaucher, die extrem gute Arbeit geleistet haben, sind zum Gesicht der Rettung geworden. Sie sind die Helden der Geschichte. Doch auch der staatenlose Adul sollte nicht vergessen werden. Ob in der Schule, auf dem Fußballplatz oder in der thailändischen Höhle: Der talentierte 14-Jährige ist ein echter Held.

Höhlen-Drama: stern-Reporter Raphael Geiger berichtet aus Thailand
hh
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.