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Hurrikan "Bill": Zwei Tote durch Riesenwelle

An der US-Ostküste sind wegen des Hurrikans "Bill" mehrere Menschen von einer gewaltigen vier Meter hohen Welle ins Meer gerissen worden. Ein siebenjähriges Mädchen und ein Mann kamen dabei ums Leben.

Eine von Hurrikan "Bill" ausgelöste Riesenwelle hat am Sonntag ein sieben Jahre altes Mädchen im US-Bundesstaat Maine in den Atlantik gerissen. Ein Sprecher der Küstenwache sagte laut "New York Times", das Kind sei nicht ansprechbar gewesen, nachdem es nach etwa fünf Stunden aus den Wasser gezogen wurde. Es wurde ins Krankenhaus gebracht, dort wurde der Tod des Mädchens festgestellt. Die genaue Todesursache sei noch unklar.

Zwei andere Menschen konnten von der Küstenwache vor dem Ertrinken gerettet werden. Besucher hätten zwei weitere aus dem Wasser ziehen können. Neun Menschen wurden laut "New York Times" verletzt, als die Riesenwelle gegen die Aussichtsplattform mit etwa 20 Menschen in den Acadia Nationalpark donnerte. Das Unglück habe einen umfangreicheren Einsatz der Küstenwache ausgelöst, berichtete der US-Sender ABC auf seiner Internetseite. Hohe Wellen seien an dem Aussichtsfelsen mit dem Namen "Thunder Hole" jedoch nicht unüblich.

In Florida ertrank am New Smyrna Beach ein 54-jähriger Mann, der in den hohen Wellen geschwommen hatte. Er wurde von der Brandung an Land gespült.

Der Hurrikan "Bill" war am Sonntag in Richtung Kanada weitergezogen. Wie schon zuvor auf den Bermudas bekamen in den USA Küstenbewohner und Urlauber den Sturm vor allem durch teils heftige Gewitter mit ergiebigen Regenfällen zu spüren. Und: Badespaß im Atlantik war auch am Sonntag noch in weiten Teilen des Nordostens tabu, weil "Bill" gefährliche Strömungen verursachte. So mussten nach Angaben des Senders CNN bis Samstagabend (Ortszeit) etwa 70 Schwimmer aus dem Meer gerettet werden, allein 50 von ihnen an den Stränden von Delaware.

DPA/AFP / DPA