Hurrikan-Saison "Katrinas" Schwestern bedrohen Florida


Die diesjährige Hurrikan-Saison trifft die Südostküste der USA härter denn je: Während die Menschen noch mit den Folgen von "Katrina" kämpfen, wachsen über dem Atlantik neue Tropenstürme heran.

Der Tropensturm "Ophelia" stellt nach Angaben von Meteorologen eine Bedrohung für den US-Bundesstaat Florida und den Golf von Mexiko dar. Dem Nationalen Hurrikan Zentrum der USA zufolge gewann der Sturm weiter an Kraft und könnte bald zu einem schwachen Hurrikan heraufgestuft werden. Die Windgeschwindigkeit beträgt mittlerweile bis zu 95 Kilometer pro Stunde. Die Meteorologen sind sich jedoch immer noch uneinig über den weiteren Weg von "Ophelia".

In den vergangenen Tagen hatte sich der Tropensturm kaum bewegt: Das Sturmzentrum befand sich am Donnerstagmorgen weiter über dem Atlantik rund 110 Kilometer nordöstlich von Cape Canaveral in Florida.

Während die Mehrheit der Wetterinstitute davon ausgeht, dass der Sturm über dem Atlantik bleibt, gibt es auch Berechnungen, nach denen "Ophelia" einen Weg über Florida in den Golf von Mexiko einschlagen könnte. In diesem Fall gefährde er die Städte, Erdgas und Erdöl-Plattformen in der Region.

Hurrikan-Saison sorgt für neue Gefahr

Über dem Atlantik entwickeln sich mitten in der Hurrikan-Saison immer neue Stürme. "Nate" z.B. bedrohe die Bermuda-Inseln, teilte der Unwetterexperte des Wetterdienstes Meteomedia Thomas Sävert mit. Eine Hurrikanvorwarnung sei bereits ausgegeben. "Auch wenn Hurrikan "Nate" Bermuda nicht direkt trifft, können die Ausläufer zumindest starke Regenfälle und schwere Sturmböen bringen", erläuterte Sävert die Gefahr.

Vor wenigen Tagen war der Hurrikan "Katrina" über den Südosten Floridas und den Golf von Mexiko hinweggefegt. Er hinterließ an der Südküste der USA verwüstete Landstriche und setzte ganze Städte unter Wasser. Tausende Menschen kamen in den Fluten ums Leben.

Reuters/DPA DPA Reuters

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