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"An die Frau aus dem Supermarkt" Dieser Briefumschlag braucht keine Anschrift - ein Bild genügt


Eine Touristin will eine Frau in Island per Post grüßen, kennt aber deren Anschrift nicht. Doch den Postboten vor Ort genügt auch eine auf den Briefumschlag aufgemalte Adresse.

Ja, es gibt noch Menschen, die Briefe und Postkarten statt E-Mails verschicken. Das ist zwar mit etwas mehr Aufwand verbunden - vor allem, wenn man als Absender die Adresse nicht kennt. Doch der haptische Gruß macht Freude und in diesem Fall wurde er sogar doch noch im Internet verbreitet: Ein Briefumschlag mit aufgemalter Adresse ging viral und vergnügt nun nicht nur die Empfängerin.

In einer Farm im Westen von Island landete der Brief ohne die Anschrift des Hauses oder den Namen der Familie, die darin lebt. Empfängerin war eine dänische Auswanderin, Rebecca Cathrine Kaad Ostenfeld, die mit ihrem Mann einen kleinen Streichelzoo in Búðardalur betreibt.

Selbst Google Maps ist ratlos

Ostenfeld hatte im Frühjahr im Supermarkt des Ortes, in dem sie arbeitet, eine Touristin kennengelernt und sie zu sich auf die Farm eingeladen. Als Dank dafür wollte die Frau der netten Dänin per Post einen Gruß zukommen lassen - die Adresse der Farm kannte sie jedoch nicht. Was tun? Selbst deren Facebook-Seite hilft nicht weiter: Google Maps verortet die Adresse, Hólar, 371 Búðardalur, im Nordatlantik. So feucht scheint es auf der Farm beim Besuch der Absenderin aber dann doch nicht gewesen zu sein.

Also, wie hieß das nette Paar dort noch gleich? Na ja, jedenfalls haben die beiden drei Kinder und eine kleine Farm mit Schafen und Ponys. Die Touristen erinnerte sich und skizzierte den Ort des Grundstücks auf dem Briefumschlag einfach aus ihrem Gedächtnis, mit allen Details: 

Land: Island

Stadt: Búðardalur

Name: Eine Pferdefarm mit einem isländischen/dänischen Paar und drei Kindern und vielen Schafen! Die dänische Frau arbeitet in einem Supermarkt in Búðardalur.

"Danke" steht darunter noch auf dem Umschlag; so, als sei sich die Absenderin der Mühen schon bewusst, die sie die Mitarbeiter der Post kosten würde. Doch offenbar kennen die Postboten des dünn besiedelten Landes die Gegend und die Einwohner so gut, dass der aufgemalte Landkartenausschnitt ausreichte.

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jen

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